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Eva Johanna Schauer

Jüdische Kabbala und christlicher Glaube

Die Lehrtafel der Prinzessin Antonia zu Württemberg in Bad Teinach

Die Dreifaltigkeitskirche in Bad Teinach im Nordschwarzwald bietet von ihrem unscheinbaren Äußeren her für Besucher kaum einen Anreiz, das kleine Gotteshaus zu betreten. Der schlichte Bau, vom württembergischen Herzog Eberhard III. (reg. 1633—1674) im Stil der Spätrenaissance zwischen 1662—1665 errichtet, entstand als Andachtsraum für die herzogliche Familie und die Kurgäste des kleinen Badeortes.

Doch diese kleine Kirche beherbergt eine Kuriosität und ein einzigartiges Kunstwerk: die Kabbalistische Lehrtafel der Prinzessin Antonia, ein mächtiger Gemäldeschrein in einem eindrucksvollen barocken Rahmen. Mit einem Gesamtaußenmaß von 5,10 m Breite und 6,50 m Höhe nimmt der Schrein die rechte Seite des Altarraumes vollständig ein. Der Betrachter steht vor einem großen Frontbild. Auf dichten, dunklen Wolken zieht ein Frauenzug von der Erde bis in den Himmel. Die Frauen tragen meist höfische, festliche Gewänder und jede hat einen Gegenstand in den Händen.1 Ganz oben — die Frauenbildnisse werden immer größer, je höher der Zug hinaufsteigt — endet das Ganze in einer Hochzeitsszene. Aus den Wolken des Himmels kommt Jesus, mit einer roten Tunika bekleidet, und setzt der Anführerin des Zuges eine goldene Krone auf.

Frontbild der Lehrtafel der Prinzessin Antonia in der Dreifaltigkeitskirche in Bad Teinach.
Aus: Otto Betz, Licht vom unerschaffenen Lichte.
Die Anführerin — als Braut erkennbar und von drei Brautjungfern gefolgt — kniet mit einer Geste der Hingabe vor dem sich über sie beugenden Jesus. Musizierende Engel und der Text auf einem Spruchband identifizieren das Geschehen eindeutig als chymische Hochzeit mit Jesus als Bräutigam, der gläubigen Seele als Braut und der Gemeinschaft der Frommen als Zuschauer und Nachahmer.

Eine senkrechte Mittelnaht und ein Schlüsselloch lassen erkennen, daß sich das Bild wie ein Triptychon öffnen läßt. Die aufgeklappten Flügel zeigen rechts ein Tagbild: Mose, als Säugling im Körbchen liegend, wird von der Pharaonentochter im Nil gefunden. Die Nachtszene links stellt die Flucht der heiligen Familie nach Ägypten dar.

Die flächigen Figuren der Seitenflügel, die wohl niederländischen Vorlagen entsprechen, bilden einen eigenartigen Kontrast zu den unzähligen Figuren und der fein gemalten Architektur und Landschaft des Haupt- oder Innenbildes — auch Turris Antonia2 genannt.

In einen von einer Rosenhecke umgebenen schattenlosen Garten tritt durch einen Bogen aus Weinreben eine Frau. Sie hält ein brennendes Herz in ihrer rechten Hand, und in der linken Anker und Kreuz, die Zeichen für Glauben und Hoffnung. Sie blickt auf Christus, den auferstandenen Heilsbringer und Spender des Lebenswassers, umgeben von den zwölf Jakobssöhnen. Er ist nicht nur die Mitte der zwölf Stammesfürsten Israels, sondern gleichzeitig die Mitte zwischen der eintretenden Frau und einer Frauengestalt, die vor einem reich verzierten Tempel mit Cella und überdimensionierter Kuppel auf einer Mondsichel schwebt. Zum dritten dominiert er auch eine gedachte Mittelachse, die bis zum Kuppelaufsatz aufsteigt. Auf und neben dieser Mittelachse sind Frauengestalten, mit Tugendattributen versehen, symmetrisch angeordnet.

Der Kuppelaufsatz wird durch ein großes Monogramm, das von Palmblättern umrahmt und von einer kostbaren Krone bedeckt ist, überhöht. Darunter und daneben breiten sich Landschaften aus dem Alten und Neuen Testament, Darstellungen der Propheten, Apostel und Evangelisten, der Berg Zion, eine Schar Engel sowie Tiere, Pflanzen und unzählige biblische Themen aus, die reliefartig in etwa fünfzig kleinen Bildern auf der Tempel- und Kuppelarchitektur dargestellt sind.

Prinzessin3 Antonia zu Württemberg (24.3.1613–1.10.1679), eine Schwester Eberhards III., gilt als Inspiratorin, Initiatorin und Stifterin dieses eigenwilligen Kunstwerkes.4 Das Bildkonzept, das wohl unter dem Eindruck eines Bekehrungserlebnisses und unter Mithilfe eines Beraterkreises ab 1652 entsteht,5 wird in den Jahren 1659–1663 von Johann Friedrich Gruber (1620–1681),6 dem Maler am Stuttgarter Hof, in Form und Farbe umgesetzt. 1673 erfolgt die Aufstellung des Gemäldeschreins in der Teinacher Kirche.

Lehrtafel der Prinzession Antonia, Bad Teinach, Innenbild

Prinzessin Antonia gehört zu den „gelehrten Frauen“ ihrer Zeit. Sie bleibt unverheiratet und damit dynastisch unbedeutend. Dafür steht ihr und ihren beiden Schwestern Anna Johanna (1619—1679) und Sibylla (1620—1707) in Johann Valentin Andreae (1586—1654) einer der einflußreichsten Theologen Württembergs als Lehrer zur Seite, der für eine fundierte Erziehung der Prinzessinnen sorgt. Antonia erlernt u. a. die hebräische Sprache und liest die hebräische Bibel und kabbalistische Schriften im Original. Sie erhält Unterricht in kabbalistischen Techniken durch Johann Jakob Strölin (1620—1663). Sie beschäftigt sich aber nicht nur mit der Bibel, sondern auch mit den religiösen, naturwissenschaftlichen und denkerischen Strömungen ihrer Zeit. Ihr noch erhaltenes Bücherverzeichnis gibt Zeugnis davon.

Der Nachwelt hat die Prinzessin mit diesem Kunstwerk nicht nur ein Bekenntnis ihrer Jesusliebe hinterlassen — sie ist es, die als Braut auf dem Außenbild gekrönt wird und die in den paradiesischen Garten eintritt —, sondern sie hat zugleich dem Hause Württemberg und ihren Lehrern ein Denkmal gesetzt, denn die Gesichter der Frauen und Männer auf den Tafeln lassen sich diesen Lehrern und Mitgliedern aus dem Haus Württemberg zuordnen.7 Zum anderen entsteht auf den Bildern des Gemäldeschreins ein Weltpanorama, ein Systema totius mundi, wie es die frühe Barockzeit unter dem Einfluß des pansophischen Denkens entwickelt.8 In kunstvoller Weise verbinden sich persönliche Anteile, biblisches Wissen, emblematisches Gedankengut und wissenschaftliche Aspekte mit mystischen Inhalten zu einem geheimnisvollen, enzyklopädischen Gesamtkunstwerk.

Dramaturgische Gesamtidee dieses Kunstwerkes ist ein Mysterienspiel, in dem Antonia als Hauptdarstellerin agiert. Der in Joh 3 geforderte Vorgang des „neu geboren Werdens“ wird hier in eine Bildfolge gebracht gemäß den Regeln eines rite de passage: Bruch mit der profanen Welt (himmlische Hochzeit) — liminale Phase, Verwandlung (Kinderbilder der Seitenflügel) — Aufnahme in die neue Gemeinschaft (das Erreichen des Paradiesgartens und Aufnahme in die Gemeinschaft mit Jesus). Die Prinzessin macht damit öffentlich, daß im Leben und im Sterben ihr Herz Jesus gehört. Sie bestimmt sogar, daß nach ihrem Tod ihr Herz hinter der Lehrtafel begraben werden soll.9 Die Kulisse zu diesem Mysterienspiel bilden verschiedene Sinnschichten, u. a. eine mystisch-kabbalistische Sinnschicht, die die Tafel auf das Niveau des Ungewöhnlichen hebt. Dazu ist es nötig, einen kleinen Abstecher in das Gedankensystem der jüdischen Kabbala und deren Umformung in die sog. christliche Kabbala durch Johannes Reuchlin zu machen.

Kernsätze der jüdischen Kabbala

Die Sefirotlehre der Kabbala beschreibt einen theogonischen Prozeß, der nicht nur eine Art Selbstentfaltung Gottes darstellt, sondern seine Selbstoffenbarung im Universum und in der Natur — bis hin zu seiner Selbstabbildung im Menschen als Bild Gottes. Mit dieser Vorgabe ist nicht nur die Entstehung des Universums, sondern auch die Geschichte Gottes mit den Menschen eine Theogonie.10 Im 12. Jh. bringen die spanischen Kabbalisten in Übertragung des aristotelischen Prinzips vom „unbewegten Bewegenden“ als Kernstück die Lehre von den 10 Sefirot und En Sof.11 En Sof, eine passive, universale, unpersönliche Intelligenz, die absolute, unzerstörbare Ursubstanz, aktiviert sich ein einziges Mal selbst — um sich sofort wieder hinter einen „Vorhang“ zurückzuziehen — und ruft Emanationsformen von sich ins Leben. Diese Emanationsformen, Urpotenzen oder Hypostasen — teilweise benannt nach 1 Chr 29,1112 — fließen in der Vorstellung der mittelalterlichen Kabbalisten wie Wasser oder Licht von oben nach unten, gleichsam den Lebensbaum Gottes bildend, der seine Wurzeln im Himmel hat und eine Krone, die bis in die geschaffene Welt reicht.

Der erste aktive Teil von En Sof heißt Keter, die Krone. Keter und En Sof bilden zusammen den göttlichen Willen. Aus Keter fließt Chochmah, Gottes Weisheit, die Gesamtsumme aller Existenzmöglichkeiten, quasi die Idee der Schöpfung. Die zeugende Kraft Chochmahs schafft Binah, die Einsicht, den Verstand, — ein weibliches Pendant zur Weisheit. Binah prägt die Idee zum Gedanken und macht Differenzierung möglich. Aus dieser Dreiheit, den sog. ,oberen‘ Sefirot, die für die innergöttliche Bewegung stehen, entwickelt sich eine Siebenheit von ,unteren‘ Sefirot, die Potenzen der Schöpfung bedeuten: zunächst das Gegensatzpaar Chesed und Din (auch Gedulah und Gewurah) genannt. Sie stehen für die Gnade und das Recht, spannungsgeladene Gegenpole der Idealbilder von menschlichem Intellekt und Moral, zu deren Ausgleich die 6. Sefirah Tiferet als Vermittler erscheint. Mit dieser Sefirah verknüpfen die Kabbalisten den persönlichen Gott JHWH, der dem Volk Israel erschienen ist, sowie überhaupt jeder Sefirah ein Gottesname, ein Patriarchenname und ein Körperteil zugeordnet ist.

Tiferet symbolisiert den Zustand der Harmonie, der umfassenden Liebe und Schönheit. Er ist der männlich-geistige Aspekt Gottes. Dieser Aspekt vermittelt auch zu den noch fehlenden Sefirot darunter, als da sind Nezach, die Ewigkeit, der Sieg Gottes, Hod, das Lob, die Herrlichkeit, Jesod, der zeugende, phallische Urgrund und damit der männlich-schöpferische Teil Gottes, und Malchut oder die Schechinah, die Einwohnung Gottes in der Welt, — eine passive und nur empfangende Emanation, und damit der weibliche Aspekt Gottes.

Der Schechina/Malchut wenden die Kabbalisten große Aufmerksamkeit zu, denn sie ist der Teil Gottes, der sich um die materielle Welt (Asiah) kümmert. Durch die Welt der Engel verbindet die Schechina die diesseitige Welt mit der Welt Gottes. Es ist die Schechina, die auf die Welt hinabsteigt, so daß Gott spürbar wird. Die Schechina wohnt mitten unter ihrem Volk, ohne je die Wohnung der Sefirot zu verlassen.13 Die Sefirot bringen die Welt geistiger Formen hervor, in der alle Urbilder von Gottes Eigenschaften eine unabhängige Existenz außerhalb von Gott annehmen.

Das Formenreich entspricht der Idealform aller Formen der Welt und kündigt sie an. Deshalb ist auch der mythische Urmensch, der Adam Kadmon ein Bild für das System der Sefirot. Verbindungskanäle zwischen den einzelnen Emanationen sind die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets. Sie haben damit eine kosmogenetische Funktion.

Der Sefirotbaum bildet drei Säulen: rechts die männliche Säule der Gnade (dazu gehören Chochmah, Chesed und Nezach), links die weibliche Säule des Gerichts (mit Binah, Din und Hod), und in der Mitte eine alles ausgleichende Säule, auf der Keter, Tiferet, Jesod und Malchut/Schechinah liegen. Ohne diesen Ausgleich würde die Schöpfung nach Meinung der Kabbalisten nicht bestehen können.14

Grundlage der Kabbala ist die hebräische Bibel, besonders die Tora, die Gottes „Code“ enthält, der dem Kabbalisten zur „Decodierung“ gegeben ist.15 Mit besonderen Techniken („Hieroglyphismus") versuchen die Kabbalisten zur Essenz der Tora, zu Sod, dem Geheimnis Gottes, vorzudringen.16 Dabei ist neben anderen Techniken besonders wichtig, daß jeder hebräische Buchstabe einem Zahlenwert entspricht und ein Wort somit in einen Zahlenwert umgewandelt werden kann. Wörter, Begriffe, Verse mit gleichem Zahlenwert stehen nach Meinung der Kabbalisten in einem besonderen inneren Zusammenhang (Gematria).17

Die Verchristlichung der Kabbala

Auf der Basis von neuplatonischem Gedankengut, der mittelalterlichen sefirotischen Kabbala und der mystisch-kabbalistischen Erkenntnisse Abraham Abulafias (gest. 1291) entdeckt der italienische Humanismus, besonders in der Person von Pico della Mirandola (1463-1494), die „christlichen“ Züge der Kabbala. In Deutschland ist es Johannes Reuchlin (1477–1522), der die Kabbala verchristlicht. Er erlernt die hebräische Sprache in Linz, wo er 1492 als Justitiar Herzog Eberhards I. (1445–1496) den Leibarzt Kaiser Friedrichs III. (1440–1493), Jakob ben Jehiel Loans, kennenlernt. Reuchlins Motivation für die Beschäftigung mit der hebräischen Sprache ist ähnlich der der italienischen Humanisten: Er möchte zu den Ursprüngen göttlicher Erkenntnis vorstoßen. Die ältere hebräische Sprache scheint ihm als „lingua prima“ dafür prädestinierter als die lateinische.18

Bei einer diplomatischen Mission in Italien macht Reuchlin nicht nur bei Rabbi Obadja Sforno, „whose commentary an the Mishna is widely used to this very day“19, weitere hebräische Studien, sondern er wird auch mit den Gedanken Pico della Mirandolas konfrontiert und mit den Schriften Abraham Abulafias. Besonders die visionäre, prophetische Kabbala Abulafias, die die Bedeutung der hebräischen Buchstaben und die Worte der Tora als Instrument der Gotteserkenntnis propagiert, beeindrucken Reuchlin, zumal Abulafia noch den Geist Gottes als Samen und den Intellekt als geburtlichen Sohn dieses göttlichen Samens im Menschen lehrt.20

In seinen Werken De verbo mirifico und De arte cabalistica entwickelt Reuchlin selbst eine visionäre, messianisch geprägte Kabbala. Nicht so sehr die Lehre von der Emanationsfolge der Sefirot interessiert Reuchlin, als vielmehr die Tatsache, daß das Gerüst der Sefirot von den Kabbalisten als Blaupause für den kosmischen Menschen, den sog. „Adam kadmon“ angesehen wird. In kabbalistischen Schriften des Asriel von Gerona (12. Jh.) und bei Moses de León (*1240) entdeckt Reuchlin, daß vom kosmischen Menschen nicht nur als Messias gesprochen wird, sondern sogar von der Gleichsetzung der Schechina mit dem Messias. In der Gleichsetzung des kosmischen Menschen „Adam kadmon“ mit dem Messias (Christus) sieht Reuchlin die paulinische Vorstellung von der Kirche als dem Leib Christi mit der kosmischen Lehre der Kabbala sichtbar gemacht. Folgerichtig wird für den christlichen Kabbalisten die Schechina/Malchut als Bild des Messias auch Christus.

Diese letzte und in die diesseitige Welt vermittelnde Emanation des Sefirotbaumes wird von Reuchlin mit dem Begriff „Reich Gottes in der Welt“ gleichgesetzt, ein Begriff, von dessen Ankunft in Jesus nach christlicher Lesart die ganze hebräische Bibel Zeugnis ablegt. Zugleich beschreibt nach Reuchlinscher Exegese die 2. Emanation Chochmah (Weisheit) die bei Gott verbliebene Schechina, die als Malchut die jüdische Vorstellung von der „Schechina im Exil“ (vgl. Anm. 13) verkörpert. Christlich gedeutet verbleibt Chochmah als präexistenter Logos (Joh 1) bei Gott, obwohl sie in der Person Jesu (Malchut) in die Welt kommt.21 Daß der 10. Sefirah (Malchut) von den jüdischen Kabbalisten der Gottesname adonai (Herr) zugeordnet wird, macht dem Christen Reuchlin die Übertragung dieser Emanation auf Christus noch leichter.22

Das nach jüdischer Theologie unaussprechbare Tetragramm wird von Reuchlin in einer raffinierten exegetischen Entwicklung in ein Pentagramm — und damit aussprechbar — umgewandelt. Vereinfacht erklärt: Die Schechina, die in die Welt kommt, ohne die göttliche Welt zu verlassen, kommt durch Gottes Erbarmen. Das hebräische „mit Erbarmen“ (be‘rachamim) besitzt den Zahlenwert 300, genau wie der Buchstabe Schin, der „Mutterbuchstabe“ und Symbol für das Feuer (esch) ist, in dem sich Gott Mose zeigt. Wird dieses Schin die Mitte des Tetragramms, macht es daraus den aussprechbaren Gottesnamen JH-Sch-VH, vokalisiert Jehoschua, Jesus.23

Nach der Erkenntnis des Messias-Namens läßt sich der verborgene Gott in einem kontemplativen, intellektuellen Prozeß erfahren, wobei die Benutzung der hebräischen Sprache, die Gottesnamen und die gematrischen (Gematria s. o.) Zusammenhänge nach Ansicht Reuchlins zu einer Verschmelzung des menschlichen Intellekts mit dem göttlichen führen können (deificatio). Solch einen kontemplativen Prozeß der Gottesnamen beschreibt ein Schüler Abraham Abulafias, der Kabbalist Joseph Gikatilla (*1248) in seinem Werk „Tore des Lichts“ (Scha are orah), das von dem jüdischen Konvertiten Paolo Ricci 1516 ins Lateinische übertragen wird. Das Buch übernimmt das System der Sefirot. Sie werden hier Sphären genannt und können durch das Tor des zur Sphäre gehörigen Gottesnamens von unten nach oben betreten werden. Durch das erste Tor kann mit Hilfe des Gottesnamens adonai somit die 10. Sefirah oder Sphäre Malchut betreten werden. Das 10. Tor mit dem Gottesnamen ehje (ich werde sein) entspricht dann der ersten Sefirah Keter. Bei diesem Aufstieg versucht Gikatilla darzustellen, daß die gesamte Tora aus den Gottesnamen „gewebt“ ist.

Das Buch Gikatillas wird nachweislich24 am Stuttgarter Hof — zusammen mit den kabbalistischen Schriften Reuchlins — von Prinzessin Antonia und ihrem Beraterkreis gelesen. Diese Lektüre bildet die Grundlagen für die kabbalistische Sinnschicht der Lehrtafel.

Die kabbalistischen Inhalte der Lehrtafel Prinzessin Antonias

Bereits der Rahmen der Lehrtafel stellt eine Verbindung zur Kabbala mit Hilfe der Technik der Gematria her. Auf dem unteren Rahmen des Frontbildes erscheint der hebraisierte Name Prinzessin Antonias, auf der oberen Rahmenleiste ist in hebräischen Buchstaben Ps 37,4 zu lesen. Hinter beiden Buchstabenfolgen steht die Zahl 2005 — die Summe der Zahlenwerte aller Buchstaben. Auch die aufgeklappten Seitenflügel sind auf dem unteren Rahmen mit hebräischen Buchstaben beschrieben. Der Hebräisch- und Kabbala-Lehrer Johann Jakob Strölin ist auf dem rechten Flügel verewigt, links findet sich Ps 31,20. Hinter Namen und Psalm ist jeweils die Zahl 2590 zu finden.25 Die Anfängerin Prinzessin Antonia setzt ihren Namen zu dem in der Einleitung von Gikatillas Buch stehenden Motto aus Psalm 37 in Beziehung, der Name ihres kabbalistisch erfahrenen Lehrers Strölin findet eine Entsprechung im oberen Bereich der Sefirot, denn Ps 31,20 findet sich beim 9. Tor oder der 2. Sefirah Chochmah. Auch das zentrale Geschehen der himmlischen Hochzeit auf dem Frontbild hat ein gematrisches Innenleben. Prinzessin Antonia entdeckt, daß der Name „Antonia“ und der Name „Jesus“ jeweils den Zahlenwert 70 haben,26 was sie als rot geschriebene Marginalie in ihrer hebräischen Bibel vermerkt. Sie klammert die beiden 70 sogar zusammen und schreibt 140 hinter die Klammer. 140 ist der deutsche Zahlenwert von „ewig vermählt“, ein Motto, das der erste Vers des Spruchbandes unter der Engelskapelle aufnimmt. Hier heißt es: „Auf, Seele, vermähle dich ewig mit mir!“27

Die beiden Flügelbilder (Tagszene = Mose im Körbchen, Nachtszene = Flucht nach Ägypten) erhalten ihre Verbindung zur Kabbala einmal durch die Scha are orah des Joseph Gikatilla. Gikatilla ordnet dem Tag den Begriff zakhar (gedenken) und der Nacht den Begriff schamar (halten, bewahren) zu. Diese beiden Begriffe sind nach Gikatilla die Essenz der geschriebenen und der mündlichen Tora. Die Lehrtafel nimmt diese Vorgabe auf und paßt sie dem christlichen Weltbild ein. Mose, der Protagonist des Tagbildes, bringt die schriftliche Tora, die Gebote vom Sinai. Jesus, das Zentrum des Nachtbildes, legt nach christlicher Lesart das Gesetz verbal neu aus. Zum anderen gehören der Tag als Mittag zur Sefirah Chesed (Gnade), die Nacht als Mitternacht zur Sefirah Din (Gericht). In dieser Bedeutung haben die Flügelbilder einen direkten Bezug zum Haupt- oder Innenbild.

Die Mittelachse des Innenbildes wird von einer großen Tempelkonstruktion beherrscht, auf und an der Frauengestalten mit Tugendattributen symmetrisch angeordnet sind. Das Ordnungsschema nimmt die Form des mittelalterlich-kabbalistischen Sefirotbaumes nach dem Buch Sohar auf.

Die drei obersten Sefirot Keter (Krone), Chochmah (Weisheit) und Binah (Vernunft, Verstand) befinden sich um ein Emblem mit dem Trishagion (Dreimal-Heilig). Keter — dem unsichtbaren En Sof zugehörig — symbolisiert im weißen Gewand die Gesamtheit des noch ungebrochenen Lichtes. Chochmah (mit Sakramentsgeräten) und Binah (mit Feuerzungen ums Haupt) weisen — in Reuchlinscher Denkweise — auf den christlichen Logos und auch auf das Trinitätsverständnis hin. Chesed (Gnade) und Din (Gericht) thronen mit Attributen der Bonitas und einer Kombination aus Iustitia, Temperantia und Fortitudo rechts und links auf dem Giebel. Zusammengeführt werden diese beiden Sefirot in Tiferet, der allerbarmenden Liebe und Schönheit. Tiferet sitzt als liebende Mutter mit zwei Kindern und einer Glucke mit Küken neben ihren Füßen über dem „Allerheiligsten“, einer tief in den Tempel eingelassenen Cella mit Altar und Hoherpriester. Umrahmt wird diese Cella von den Säulen Jachin und Boas,28 nach kabbalistischer Vorstellung Symbole für die Schöpfung von Flora und Fauna. Girlandenartig drehen sich auch Pflanzen- und Tierdarstellungen um die Säulenschäfte. Neben den Säulen finden sich Nezach (der Sieg, die Ewigkeit), mit Palme, und Hod (das Lob, die Herrlichkeit), mit Harfe. Jachin und Boas umrahmen eine schwangere Frau, die auf der Mondsichel steht (Offb 12,1—2).

Die Sefirah Jesod fungiert hier als Symbolgestalt für das Neue Jerusalem. Der Sefirotbaum endet mit dem siegreich auferstandenen Christus, als Malchut oder Schechina, Gottes Reich in der Welt, ganz christlich-kabbalistisch umgedeutet. In einem Kreis um Christus versammelt stehen die zwölf Stämme Jakobs. Nach Gikatilla symbolisieren sie das Tetragramm. Mit Christus in der Mitte, dessen Kürzel nach Reuchlin das Schin ist, schreibt die Lehrtafel das Pentagramm JeHoSCHVa.

Ganz kabbalistisch gibt es eine rechte, männliche Seite der Gnade, sichtbar gemacht z. B. durch das aufgerichtete Kreuz mit Johannes und Paulus in der Cella des Tempels, und eine linke, weibliche Seite des Gerichts, oder besser des Gesetzes, hier in der Cella dargestellt mit der aufgerichteten Schlange bei Mose und Josua (4 Mose 21). Kabbalistisch ist rechts die Wasserseite, links die Feuerseite, was sich u. a. durch die Figuren auf und neben den Pyramiden ablesen läßt, und wozu auch noch einmal die Seitenbilder mit der Nilszene (Wasser) und der Fluchtszene (Licht) gehören.

Selbst die ausgleichende Mittelachse fehlt nicht. Auf ihr liegen die Schechinah (Christus), Jesod (als Frau auf der Mondsichel) und Tiferet und Keter (der alttestamentliche Hohepriester, ein Titel, den Christus im Neuen Bund erhält, vgl. Hebr 4,14—5,10). Die Mittelachse ist von oben nach unten durch hebräische Personalpronomen gekennzeichnet: hu (er), atah (du), ani (ich). Der darin unterstrichene göttliche Selbstentfaltungsprozeß wird in der Krone überhöht durch die Buchstaben Schin (Jesus) und Jod (JHWH). Hinter dieser Bildsprache verbirgt sich wieder der Name JeHoSCHVaH. Das Gesamtbild als lichtdurchstrahlter Paradiesgarten verweist auf die geoffenbarte Herrlichkeit Gottes (kabod), während das Frontbild mit dem Frauenzug auf den dunklen Wolken29 das Geheimnis Gottes (sod) verbirgt. Der Deus absconditus wird nach dem kabbalistischen Erkenntnisprozeß zum Deus revelatus.

Ungewöhnlich an diesem Sefirotschema ist nicht die Übertretung des jüdischen Bilderverbots, sondern die Darstellung der göttlichen Emanationen in Frauenbildern. Die Frauengestalten sind aber kein weiblicher „Gottesleib“. Die den Gestalten zugeordneten Tugenden sollen wohl die Vielgestaltigkeit der göttlichen Wirkungsweisen aufzeigen30 und den von Reuchlin im Sefirotbaum gesehenen Leib der Kirche Jesu Christi, der als „ecclesia“ durchaus weiblich zu lesen ist.

Geheimnisvoll hat sich Prinzessin Antonia selbst in das kabbalistische Gefüge des Innenbildes eingebracht. Sie ist nicht nur die grüngewandete Frau, die den Garten betritt. Als schwangere Frau auf der Mondsichel verkörpert sie die Sefirah Jesod. Ihr schwangerer Zustand zeigt an, daß sie — nach der himmlischen Hochzeit (Außenbild) und der neuen Geburt durch Wasser und Geist (Seitenflügel) — durch Christus hindurchgegangen ist und eine Vereinigung mit ihm stattgefunden hat. Als Sefirah Jesod erweist sie sich als Gerechte, denn der Beiname Zaddik (Gerechter) gehört zu dieser Sefirah. Engel weisen ihr den Weg ins himmlische Jerusalem, das die Frau auf der Mondsichel verkörpert und im Berg Zion am rechten oberen Rand des Bildes angedeutet ist. Das große Monogramm unter der Krone bedeutet: Ihr Name ist im Himmel eingeschrieben, sie hat die Aufnahme in die Gemeinschaft der Frommen erreicht.

Nicht zu übersehen bleibt bei aller kabbalistischen Raffinesse des Bildes die Überhöhung des Judentums durch das Christentum. Eine herzogliche Erlaubnis zur Aufstellung der Tafel hat die Prinzessin auch sicher nur unter dieser Prämisse erhalten. Dennoch bleibt die Lehrtafel das interessante Vermächtnis einer philosemitischen Prinzessin, die ein Leben lang aus ihrer Liebe zur hebräischen Sprache und der Beschäftigung mit dem Judenturn keinen Hehl gemacht hat.31

  1. Es sind über 70 Frauen aus dem Alten und Neuen Testament, dazu allegorische Gestalten, wie Glaube, Liebe, Hoffnung oder die Wochentage. Mit Hilfe der zugewiesenen Attribute (Gegenstände) lassen sie sich als Frauen aus der Bibel identifizieren.
  2. In Anlehnung an die Burg Antonia, wie Herodes der Große (37-4 v. Chr.) die Schutzburg Barfis umbenennen ließ. Flavius Josephus, Jüdische Altertümer, XV.11, Wiesbaden 1977, 357.
  3. Antonia trägt den Titel Herzogin zu Württemberg und Tecle, Gräfin zu Mömpelgart, Fräulein zu Heidenheim. Im Zusammenhang mit der Lehrtafel wird sie immer Prinzessin genannt, da dem Haus Württemberg 1664 das Prädikat „Durchlaucht“ gewährt wird. C. G. Barth/H. Gundert, Geschichte von Württemberg, Calw 1897, 245.
  4. Vgl. Eva Johanna Schauer, Dramaturgia Pietatis im Württemberg des 17. Jahrhunderts. Prinzessin Antonia und ihre kabbalistische Lehrtafel, Hannover 2003; Otto Betz, Licht vom unerschaffnen Lichte. Die kabbalistische Lehrtafel der Prinzessin Antonia in Bad Teinach, Metzingen 1996; vgl. dazu die Rezension von Adalbert Böning in: FrRu 5(1998)125 f.
  5. Eva Johanna Schauer (Anm. 4), 216.
  6. Gruber kommt wahrscheinlich aus der Schule van Dycks. Er hat dieses Bild nicht signiert, dürfte sich aber in einem Cherubengesicht (Selbstportrait) verewigt haben. Schauer (Anm. 4), 78-80.
  7. Im Gefolge der Braut Antonia befinden sich z. B. ihre beiden Schwestern Anna Johanna und Sibylla als Glaube und Hoffnung. Der Bruder Eberhard III. ist der Stammesfürst Juda auf der Innentafel, Johann Valentin Andreae sitzt als Prophet Jesaja unter einem Tempelbogen. Schauer (Anm. 4), 70—78 u. 159-170.
  8. Systema totius mundi: Synopse von Makro- und Mikrokosmos, wie z. B. der Baum der Pansophie, betitelt Ab uno von Theophilus Schweighart, 1604; in anderer Weise auch die Harmonia Mundi von Johannes Kepler (1571-1630), in der sich Naturwissenschaften, Philosophie und Ästhetik durchdringen. Alexander Roob, Lexikon der Alchemie und Mystik, Köln 1996, 329; Karl H. Wörner, Geschichte der Musik, Göttingen 1975, 213.
  9. Dieser Bestimmung wird auf Veranlassung ihrer Schwester Herzogin Sibylla am 6.10.1679 entsprochen.
  10. Ernst Benz, Die christliche Kabbala, Zürich1958, 47.
  11. En Sof (Ain Sof), das unendliche Nichts. Biblisch begründet wird En Sof mit Jes 40,25: „Wem wollt ihr mich vergleichen, daß ich ihm ähnlich sei?“
  12. „Dir, Herr, gebührt die Majestät und Gewalt, Herrlichkeit, Sieg und Dank. [...] Dein, Herr, ist das Reich.“ 1 Chr 29,11 (Lutherübersetzung,1953).
  13. Man spricht hier von der „Schechina im Exil“, die, obwohl zu Gott gehörend und bei Gott bleibend, mit dem Volk Israel immer und überall mitgeht (vgl. Clemens Thoma, Der göttliche Weggefährte des Volkes Israel, FrRu 12(2005)2-8.
  14. Nach dem Sohar hat Gott verschiedene Schöpfungsversuche getätigt, die aber wegen fehlender Stabilität und Unausgewogenheit nicht beständig waren. Vgl. Erich Bischoff, Die Elemente der Kabbala, Wiesbaden 1990, 88.
  15. Die Einteilung der hebräischen Bibel in Tora (Gesetz), Nebi‘m (Propheten) und Ketubim (Schriften) entspricht der Bauweise des Tempels: Ketubim = Vorhof, Nebi‘m = heilige Halle, Tora = das Allerheiligste.
  16. Zur jüdischen Mystik vgl. u. a. David S. Ariel, Die Mystik des Judentums, München1993; Joseph Gikatilla, Gates of Light, New York 1994; Johann Maier, Die Kabbala, München 1995; Gershom Scholem, Von der mystischen Gestalt der Gottheit, Frankfurt/M. 1991; ders., Zur Kabbala und ihrer Symbolik, Frankfurt/M. 1992; ders., Die jüdische Mystik in ihren Hauptströmungen, Frankfurt/M. 1993.
  17. Die 22 Buchstaben erhalten nach ihrer Reihenfolge im Alphabet einen Einer-, Zehner- oder Hunderterwert. Aleph bis Jod entsprechen den Werten 1-10, Kaf bis Kof 20-100, Resch bis Taw 200-400.
  18. 1506 verfaßt Reuchlin die erste hebräische Grammatik (De rudimentis hebraicis) und wird damit zum Begründer der trilingualen theologischen Ausbildung. 1510 verteidigt er die jüdischen Schriften erfolgreich gegenüber Kaiser Maximilian (1493–1519), indem er gerade die kabbalistischen Zeugnisse herausstellt, die „unseres Glaubens Grund und Wahrheit offenbaren“.
  19. Moshe Goshen-Gottstein, Reuchlin and his Generation, in: Arno Herzig/Julius H. Schoeps (Hg.), Reuchlin und die Juden, Pforzheimer Reuchlinschriften 3, Sigmaringen 1993, 151.
  20. Moshe Idel, Abraham Abulafia und die mystische Erfahrung, Frankfurt/M. 1994, 224 ff.
  21. Otto Betz, Theologische Realenzyklopädie Bd. XVII, 1988, 505. Vgl. auch oben – der Intellekt als geburtlicher Sohn des Geistes. Der „Sprung“ zur Verbindung der oberen drei Sefirot mit der Trinitätslehre ist hier nicht mehr weit.
  22. Wenn im NT vom Herrn gesprochen wird, ist damit in der Regel Jesus gemeint.
  23. Otto Betz (Anm. 4), 505 f. Der Name Jeschua wird im Hebräischen am Ende mit Ajin geschrieben.
  24. Otto Betz (Anm. 4), 28.
  25. Ps 37,4: „Habe deine Lust am Herrn. Der wird dir geben, was dein Herze wünscht.“ Ps 31,20: „Wie groß ist deine Güte, die du verborgen bewahrt hast denen, die dich fürchten und erweist vor den Menschen denen, die auf dich trauen.“
  26. Dabei ist nach dem altdeutschen Alphabet J=I, U=V und V=W.
  27. Zu weiteren kabbalistischen Inhalten vgl. Eva Johanna Schauer (Anm. 4), 193 ff.
  28. Diese Säulen gehören zum Salomonischen Tempel (1 Kön 7,21).
  29. Die Wolke (Ab = Ajjin – Bet) hat den Zahlenwert 72. So viele Gottesnamen gibt es nach 2 Mose 19–21 in der hebräischen Bibel.
  30. Bei den obersten drei Sefirot ist der Unterschied von Wirkungsweise und Wesenheit verwischt.
  31. Vgl. Meyer Kayserling, A princess as Hebraist, The Jewish Quarterly Review, London 9/1987, 363-542.

Eva Johanna Schauer, geb. 1947, 1976—2004 Konzertsängerin und Dozentin für Stimmbildung, daneben Studium der Religionswissenschaft mit Schwerpunkt Judaistik, Promotion über die „Lehrtafel“, heute freie wissenschaftliche Referentin und Dozentin für Erwachsenenbildung in Hannover. Veröffentlichungen u. a. Dramaturgia Pietatis im Württemberg des 17. Jahrhunderts. Prinzessin Antonia und ihre kabbalistische Lehrtafel (Diss. 2003); Friedrich Christoph Oetinger und die Kabbalistische Lehrtafel, in: Sabine Holtz/Gerhard Betsch/ Eberhard Zwink, Mathesis, Naturphilosophie und Arkanwissenschaft im Umkreis Friedrich Christoph Oetingers (1702—1782), Tübingen 2005.


Jahrgang 13/2006 Heft 4 Seite 242−255.


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