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Leser-Echo

C. C. Aronsfeld, Harrow (England), schreibt zu Christina Meissner „Antijudaismus, Antisemitismus und Antikatalanismus in Spanien — von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart“ (FrRu NF 4/1997, 250-256):

Den Aufsatz habe ich mit Interesse gelesen, doch bedauere ich, daß die Verfasserin den spanischen Antisemitismus ohne Rücksicht auf die Gegenkräfte behandelt hat, die doch schon im 19. Jahrhundert vernehmlich waren. Diese Stimmen sollten nicht unbeachtet bleiben. Wir können ihre Bedeutung verschieden beurteilen, aber ganz gewiß dürfen wir sie nicht ignorieren. Ich habe dieses Thema behandelt in „The Ghosts of 1492“ („Die Gespenster von 1492. Jüdische Gesichtspunkte in dem Kampf um die Religionsfreiheit in Spanien 1848-1976“. Verlag der Jewish Social Studies, New York 1979).


Gustav Dreifuss, Haifa, schreibt in seinen Überlegungen zu R. J. Zwi Werblowsky „Was würde ich einem Juden vorschlagen, wenn er in der säkularen Welt von Gott sprechen will?“ (FrRu NF 3/1997, 167-171):

Eine persönliche, individuelle Beziehung zur Transzendenz ist möglich. Das Ewige, Überpersönliche ist in das Persönliche eingetreten, es wird individuell erfahrbar. Obschon ich ein Mensch bin, also sterblich, lebt in mir etwas Unsterbliches. Das Erleben dieses Überpersönlichen gibt dem Leben einen Sinn! Dieser das Ich übersteigende Lebenssinn sollte sich aber auch im Leben verwirklichen, d. h. die Erfahrung der Transzendenz sollte nicht zu einer Abkehr von der Welt führen.


R. J. Zwi Werblowsky, Hebrew University of Jerusalem, ergänzt zu Pestalozzi/Weigelt „Das Antlitz Gottes im Antlitz des Menschen“ (FrRu NF3/1997, 216-218):

Die Rezension des Lavaterbuches finde ich viel zu milde. Mendelssohn hat sehr offen mit Lavater gesprochen unter dem Versprechen, daß Lavater niemals etwas zum Gesprächsthema verlauten läßt. Lavater hat sein Versprechen gebrochen und wird zu Recht von Goethe als derjenige bezeichnet, der „einen unserer edelsten Geister wortwörtlich ins Grab gebracht hat“.


Rudolf Lill, Universität Karlsruhe, kommentiert C. Thoma „Versteckte und verpaßte Botschaft für die Juden“ (FrRu NF 4/1997, 241-249):

Ihre Analyse des Textes ist gewiß nützlich, aber die zeithistorische Einordnung müßte noch weitergehen. Für ganz unhistorisch halte ich die Frage, was geschehen wäre, wenn diese Enzyklika erschienen wäre. Hitler und die Seinen ließen sich gerade nicht von jemandem wie Pius XI. beeinflussen, und es spricht auch nichts dafür, daß die übrige politische Welt durch ein päpstliches Rundschreiben aufgeschreckt worden wäre.


Jahrgang 5/1998 Seite 79



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