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Lapide, Pinchas

Heinrich Heine und Martin Buber — streitbare Gott-Sucher des Judentums

Wiener Vorlesungen. Picus Verlag, Wien 1991. 52 Seiten.

Der Band, der erst jetzt zur Besprechung vorliegt, enthält einen Vortrag, den der Autor schon im Dezember 1990 im Rahmen der Wiener Vorlesungen im Rathaus gehalten hat. In einer etwas ungleichen Gewichtung stellt Lapide seinem Publikum mit Heine und Buber zwei ungleiche Gestalten vor, die für ihn allerdings darin übereinstimmen, daß sie große Gott-Sucher des Judentums sind. Während Bubers „Hebräischer Humanismus“ auf nur fünf Seiten fast im Telegrammstil vorgestellt wird, kommt das keineswegs geradlinig verlaufene Leben Heines auf immerhin 35 Seiten zur Sprache. Erzählt werden seine bekannten Lebensstationen: Geburt im Judentum, Konversion zum Christenturn, Umkehr zum Judentum. Heine wird gezeichnet als sprachgewaltiger Spötter, leidender Gottesleugner, leidenschaftlicher Kirchen- und Synagogenkritiker, Freund und Kenner der Bibel und als ein immer wieder Suchender. Wer zu beiden Gestalten kurz und bündig einen Zugang sucht, findet bei Lapide einige Hinweise.

Werner Trutwin


Jahrgang 5/1998 Seite 54