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Dieter Krabbe

An der Seite eines hartnäckigen Volkes

Die erste Erwähnung Israels in der Weltgeschichte findet sich auf der Siegesstele des Pharao Merneptah aus dem Jahre 1219 vdZ. Dort rühmt sich der Pharao nach einem erfolgreichen Zug nach Palästina, daß er unter anderem eine Volksgruppe namens „Israel“ besiegt habe. Wörtlich läßt er auf die Stele meißeln: Israel hat keinen Samen. Israel hat keine Nachkommen mehr. Der Pharao gibt Israel zum Aussterben frei.

Gerade aber mit dieser der Vernichtung ausgesetzten Gemeinschaft beginnt Gott eine neue Geschichte. Die vom Aussterben bedrohte Gruppe wird zur Trägerin neuen Lebens, nicht nur für die eigenen Nachkommen, sondern für alle Menschen. Dafür steht Abraham, dafür steht aber auch eine Frau, die ursprünglich nicht zu diesem Volk gehört: die Moabiterin Rut. An der Seite (und später in der Mitte) dieses Volkes erkennt sie: „Dein Gott ist mein Gott.“ Und sie deckt das, was sie sagt, mit ihrer Tat: Sie ermöglicht Leben für die, die zum Aussterben verurteilt schienen. Sie handelt im Geiste dieses Gottes, der sein Volk aus der Sklaverei Ägyptens führte. Mehr und mehr Christen werden allmählich aufmerksam auf diese „Trägerin neuen Lebens“, erkennen, daß sie als Kirche ihre Kraft aus derselben Wurzel beziehen. Ein überfälliges Gespräch in ihrer Mitte hat begonnen, Begegnung wird möglich, lernende Auseinandersetzung findet statt.

1. Israel: Ein „hartnäckiges Volk“

An mehreren Stellen der Bibel wird es als „qeshe oref“, als „hartnäckig“, bezeichnet. In 2 Mose 32,9 heißt es: Es sprach der Ewige zu Mose: Ich habe dieses Volk gesehen, und siehe, es ist ein hartnäckiges Volk.

Die jüdischen Gelehrten haben sich mit diesem Wort eingehend beschäftigt. Rabbi Josef Ibn Caspi schreibt: Wer einen dicken Hals (Nacken) hat, kann bekanntlich nur schwer zuhören! Ein Volk, das nicht hören kann, muß hart drangenommen werden, gemäß dem Sprichwort: Wer nicht hören kann, muß fühlen! - Benno Jacob sagt: Der Ungehorsame und Widerwillige hält den Nacken steif und geht störrisch seinen Weg weiter.

Hartnäckigkeit kann aber durchaus etwas Positives bedeuten: Wer sich nicht beugt, sich nicht verbiegen läßt, wer nicht für jede neue Mode den Hals verdreht und ihn dabei leicht verrenkt, wer unbeirrt seinen Weg geht, der ist wie ein Zeichen, ein Wegweiser. Für manche ein Ärgernis, für andere aber Lebenshilfe.

Rabbi Chaim David Halevi, der sephardische Oberrabbiner von Tel Aviv, stellt fest:

Der Heilige, gelobt sei Er, hatte keinen treueren und ergebeneren Gesandten unter der Völkerfamilie finden können als das Volk Israel, wenn es darum geht, den G1auben an Gottes Einzigartigkeit, seine Gebote und ewigen Werte in der Welt zu verbreiten. Vielleicht haben die Weisen dies gemeint, als sie sagten: Weshalb ist die Tora ausgerechnet Israel gegeben worden? Weil es stark ist.

Hartnäckig, unbeirrt ist das jüdische Volk - trotz mancher Irrwege und Verfehlungen - durch die Jahrtausende gegangen. Hartnäckig hat es an Gott festgehalten - und Gott an ihm. Dabei waren stets drei Grundlagen maßgebend, sozusagen eine, Trias:
Sie besteht im Glauben an den Einen Gott, der unvergleichlich, unverfügbar, frei und souverän für seine Menschen da ist, als „Awinu Malkenu“, unser Vater, unser König. Unser Erlöser von Alters her, das ist sein Name (Jes 64,16).
Die zweite Grundlage bildet die Tora, Richtschnur für das Leben in all seinen Dimensionen; Tora ist mehr als starres „Gesetz“. Tora ist Fingerzeig Gottes, gute Anweisung zum Leben in Freiheit.
Und schließlich die dritte Grundlage: Die Hoffnung auf Erlösung; Erlösung ist fest mit „Erez Jisrael“, dem Land Israel, verbunden. So wie die Weisung von Zion ausgeht (Jes 2), so geht auch die Erlösung von ihr aus (vgl. Röm 11,26; Jes 59,20; Jer 31,33).

Diese jüdische Trias steht bei allen Gedenk- und Festtagen im Mittelpunkt.

2. Tora und Talmud: Ein weites Meer an Überlieferungen

Lion Feuchtwanger schreibt in seinem 1925 erschienenen Roman „Jud Süß“:

Sie hatten keinen Staat, der sie zusammenhielt, kein Land, keine Erde, keinen König, keine gemeinsame Lebensform. Wenn sie dennoch eins waren, mehr eins als alle anderen Völker der Welt, so war es das Buch, das sie zusammenschweißte ... Aus dem Wort sogen sie die Kraft, die gehäuften Qualen ihres Weges zu überdauern. Blaß und heimlich lächelten sie über die Macht Edoms, über seine Raserei und den Wahnsinn seines Getriebes. Dies alles verging; was blieb, war das Wort. Sie hatten das Buch mit sich geschleppt durch zwei Jahrtausende. Es war ihr Volk, Staat, Heimat, Erbteil und Besitz.

Die Rabbinen haben im Talmud erklärt, warum dieses alte Buch so wichtig ist; sie sagten: „Wollest auf das Alte hören, so wirst Du das Neue hören!“ (bSukka 26b). Nur wenn Du das alte Wort verstanden hast, es in Deinem Herzen liebgewonnen hast, es hin- und herbewegst im Herzen, kannst Du es neu verstehen, wirst Du auf Verborgenes, Wegweisendes stoßen (vgl. bBer 40a).

Wer sich mit der Tora beschäftigt, wird zur Tat, zum Tun des Gerechten, angeleitet. Er wird auf neue Gedanken kommen.

Früh schon wurde die schriftliche Tora nicht nur rezitiert, sondern auch ausgelegt. Was hat sie mir zu sagen! Diese „mündliche Tora“ wurde ebenfalls als Weisung Gottes verstanden, so daß gesagt wurde, Mose habe beide „Torot“, beide Weisungen, auf dem Berg Sinai empfangen. Das schriftlich vorhandene Wort bedarf der mündlichen Explikation. Die neuen Erkenntnisse waren von Anfang an gekennzeichnet mit den Namen der Rabbinen, die sie zuerst formuliert hatten. Bekannt sind besonders die beiden Auslegungsschulen von Hillel und Schammai. Der eine legte die Tora eher milde, der andere mehr streng aus. Gegen Ende des 2. Jahrhunderts ndZ wurden die ersten Auslegungen gesammelt und als „Mischna“ (Wiederholung) herausgegeben. Doch auch diese Sammlung wurde und wird weiter interpretiert, um aktualisiert zu werden. Der Stoff dieser Diskussionen wird schließlich der „Gemara“ zugeführt und bildet zusammen mit ihr den Talmud - den man als „Protokoll einer riesigen, noch offenen Diskussion“ bezeichnen könnte.

3. In der Erinnerung liegt das Geheimnis der Erlösung

„Sachor“ - Gedenke, so lautet das Gebot des Glaubens in der Tora; erinnere Dich an das, was war, damit Du in der Gegenwart bestehen kannst. Wer zurückblickt, stellt sich in die lange Reihe der Mütter und Väter Israels - und spürt die Macht, die vom Erinnern ausgeht. „Gott gedenkt“ heißt für einen Juden, daß er nicht anderen Menschen oder Mächten ausgeliefert ist. „Gott gedenkt“ kann sich zur Aussage verdichten: „Gott ist Gedächtnis.“

Im Jahr 1996 hat Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar, den Tag der Befreiung von Auschwitz, zum nationalen Gedenktag erklärt. Er ist damit den Kirchen zuvorgekommen, denen es gut angestanden hätte, aus ihrem neuen Verhältnis zu Israel heraus als erste einen solchen Gedenktag zu fordern und auch im Kirchenjahr einzurichten. Nun bleibt die Frage: Wie werden Christen dieses jährliche Gedenken füllen? Was soll es, immer und immer wieder an das Grauen von Auschwitz zu erinnern, das um so unfaßbarer wird, je mehr man davon erfährt! Wer sich an Auschwitz erinnert, soll das vor Gott tun - und bewußt fragen: Was ist der Mensch? Wozu war er imstande und ist es noch immer? Das Erinnern führt uns dazu, selbstkritisch zu werden und uns selber nicht über den Weg zu trauen. Und das andere: Wer sich an Auschwitz erinnert, wird auch um die Frage nach Gott nicht umhinkommen. Er wird in seinem Glauben eine Tiefe suchen müssen, die Gottes Unbegreiflichkeit, seine Unverfügbarkeit, „Hester Panim“, das Verbergen seines Antlitzes, nicht ausblendet.

Und schließlich: Das Erinnern an Auschwitz und seine ungezählten Opfer bedeutet, den Toten wenigstens diesen einen Dienst tun, der uns noch möglich ist: Ihr Leiden und Sterben nicht der Gleichgültigkeit des Vergessens anheimgeben, sondern ihnen Ehre erweisen durch lebendige Erinnerung. Der 27. Januar kann uns mit den Juden in aller Welt verbinden in der Trauer, aber auch im Dank gegen Gott, der sein Volk Israel aus der Asche heimgeführt hat in das Land der Verheißung und uns Deutschen die Möglichkeit zu Umkehr und Neubeginn schenkt.

4. Antijudaismus: Wehret den Anfängen!

Wer über Juden und Judentum nachdenkt, steht vor dem vielfältigen, unerklärlichen Judenhaß. Letztlich können wohl nur Juden selbst sagen, was dieser Haß bedeutet, wo er anfängt und wie er sich äußert.

In der endlos langen Geschichte des Judenhasses ist ein Indiz stets herausragend: die Stimmungsmache gegen Juden. Heutzutage kommen Verleumdungen gegen Juden im Gewand „sachlicher Kritik“. In der durchaus möglichen Kritik an der jeweiligen Regierungspolitik ist aber vieles versteckt: u. a. ein Idealbild von Juden, dem niemand gerecht werden kann. Statt sich mit den Vorfällen und Aussagen näher zu befassen, wird das Problem, „Antijudaismus“ den Juden angekreidet. Der Sündenbockmechanismus greift auch hier: Ein bißchen Schuld wird das Opfer wohl auch selber haben!

Der Zürcher Psychotherapeut Emanuel Hurwitz hat den Antijudaismus als ein „Kulturproblem“ bezeichnet: Die Kultur, in der wir aufgewachsen und beheimatet sind, ist zugleich die Trägerin des Judenhasses.

Die Evangelische Kirche im Rheinland hat vor einigen Jahren ein Papier veröffentlicht, in dem heißt es:

Wir wollen nicht mehr schweigen, wenn so etwas (antijudaistische Äußerungen, Anm. d. Verf.) geschieht! Solche Äußerungen sind nicht als „Entgleisung“ zu verharmlosen, die mit einer Entschuldigung erledigt werden können; sie zeigen, wie tief das Gott und Menschen verachtende das antijüdische Denken in weiten Teilen unserer Bevölkerung wurzelt. Dagegen wollen wir angehen. Wir verpflichten uns, im Bereich unserer Möglichkeiten dafür zu sorgen, daß der Antijudaismus keinen neuen Nährboden findet.

5. Lernen an der Seite Israels

„Die Welt steht auf dem Atem der Schulkinder“, heißt es im Talmud (bShab 119b). Und nach jüdischem Verständnis ist der Mensch immer zugleich Lernender wie Lehrender. Es geht beim Lernen aber immer um das Herz, nicht allein um den Kopf, wie an folgender Geschichte deutlich wird:

Rabbi Levi Jizchak von Berditschew lebte noch im Hause seines Schwiegervaters. Man kam von fern und nah, um seinen Rat zu hören, denn seine Einsicht und Kenntnis der Tradition der Väter war weit bekannt. Eines Tages sagte er zu seinem Schwiegervater: „Ich muß zurück zu meinem Meister, um etwas zu lernen.“ Sein Schwiegervater war nicht wenig erstaunt und wollte ihn zurückhalten. Nach einem halben Jahr kehrte er zurück. Der Schwiegervater fragte ihn spötttsch: „Was hast Du nun gelernt?“ - Antwort: „Daß ein Schöpfer ist Himmels und der Erden.“ Wütend rief der Schwiegervater: „Das weiß sogar mein Knecht!“ Er holte ihn herbei, und Iwan sagte: „Ja, Herr, ich weiß das, die ganze Welt weiß das, die ganze Welt sagt es...“ Levi Jizchak sagte: „Das ist es ja gerade: Die ganze Welt weiß es, die ganze Welt sagt es - aber hat sie es auch gelernt?“

An der Seite Israels läßt sich ungemein viel lernen, wenn man bereit ist, zuzuhören, sich möglichst vorurteilsfrei einzulassen auf die Aussagen z. B. der Tora. Der eigene Glaube kann reicher werden für uns Christen, wenn wir anfangen, die Bibel mit jüdischen Augen zu lesen. Dabei wird es nie beim Lernen bleiben: Im Judentum zielt jeder Gedanke auf die Tat, auf die Praxis. Das Ideal des Lernens besteht bis heute. Jede Synagoge verfügt über ein „Beth Midrasch“, ein Haus des Lernens, in dem man sich zum Studium der Tora trifft. Einen eigenen Versuch, in der säkularen Welt eine Beziehung zur Tradition wiederzufinden, stellt das 1920 von Franz Rosenzweig mit Martin Buber u. a. gegründete „Freie Jüdische Lehrhaus“ in Frankfurt/Main dar. Rosenzweig beschrieb die geistige Situation seiner jüdischen Zeitgenossen folgendermaßen:

Das Buch, um das wir uns einst sammelten - es steht einsam inmitten der Welt, und selbst für die, denen es noch liebe Pflicht ist, regelmäßig zu ihm zurückzukehren, ist dies Zurückkehren - eben: nur Umkehren, sich Abkehren vom Leben.

Angesichts dieser Situation forderte Rosenzweig neue Formen des Lernens:

Ein Lernen in umgekehrter Richtung. Ein Lernen nicht mehr aus der Tora ins Leben hinein, sondern umgekehrt, aus dem Leben, aus einer Welt, die vom Gesetz nichts weiß, zurück in die Tora.

Die politischen Entwicklungen im Deutschland der 30er Jahre haben seinen Versuch, der auch in christlichen Kreisen Interesse fand, leider schon bald zunichte gemacht. Der wichtigste Ort, an dem jüdische Tradition gelebt und gelehrt wird, bleibt bis heute die Familie. Alle Feste, vom Sabbat über den Sederabend bis zu Sukkot (Laubhüttenfest), haben in der Familie ihren eigentlichen Ort.

6. Mehr als Sympathie für den Staat Israel

Zu Juden und Judentum gehört das Land. Und zu diesem Land gehört der heutige Staat Israel. Anders ausgedrückt: Das Land wird im Staat Israel konkret. In welchen Grenzen und mit welchen Grenzen: das ist - im guten Sinne des Wortes - eine „offene“ Frage.

Seit alters her haben immer Juden in Palästina gelebt, im „Lande Israel“. Immer wieder haben sich Juden in aller Welt auf ihre biblische Heimat besonnen und haben die „Alija“, die Einwanderung, gewagt. Im täglichen Gebet heißt es: „Bringe uns zusammen von den vier Enden der Erde.“ Und zu Pesach wird der Ruf weltweit laut: „Nächstes Jahr in Jerusalem!“ Ohne diese „Sehnsucht nach Zion“ ist ein Jude kaum zu verstehen.

Die Gründung des Staates Israel hat die Probleme im Nahen Osten nicht lösen können. Israel bleibt bedroht, angewiesen auf Unterstützung von außen. Das ist das eine. Und das andere: Der Antijudaismus ist nicht tot. Er zeigt sich immer wieder und kann sich ausbreiten wie eine „Geisteskrankheit“ (Henryk M. Broder). Beide Gefährdungen müssen gesehen werden: Israel im Spannungsfeld des Nahen Ostens - und der Antijudaismus hierzulande und weltweit.

7. Bewährung liegt noch vor uns

Was bindet uns, Juden und Christen, zusammen? Es ist der eine Gott, die biblische Botschaft, der Glaube an den Schöpfer und Herrn der Welt - und ein Schlüsselwort der Hebräischen Bibel: die „chesed“, gewöhnlich mit „Gnade“ übersetzt. Aber „chesed“ meint mehr, es umfaßt zugleich Solidarität und Brüderlichkeit. Dabei denke ich sogleich an die „Woche der Brüderlichkeit“, an vorschnelle Umarmungen, falsche Kompromisse, an Alibiveranstaltungen und an Schwestern, die sich an dieser „Woche“ ebenso stark beteiligen wie die Brüder. Aber auch im Wort „Solidarität“ fehlt der Aspekt der Verbindlichkeit. Solidarität kann ich gewähren - aber auch verweigern. Es ist mir freigestellt. Ein Muslim z. B. kann sich für „Solidarität mit den Juden“ entscheiden, er bekommt dann vielleicht Schwierigkeiten - aber ein Christ kann sich nicht dafür oder dagegen entscheiden.

Für Christen paßt das Wort „Brüderlichkeit“ besser, weil dadurch klar wird: Wir Christen können uns nicht frei für die Gemeinschaft mit Israel entscheiden - sie ist vorgegeben von Gott her, sie ist begründet in der gemeinsamen Hebräischen Bibel und in der Person des Juden Jesus von Nazaret.

Juden und Christen werden in Zukunft Minderheiten sein in einer Welt, die sich nicht mehr getragen und bestimmt weiß von der biblischen Überlieferung. Das Buch ist da, es kann uns zusammenschweißen. Weniger unsere wohlfeilen Worte sind gefragt, wohl aber die Taten der Liebe und der Gerechtigkeit. Bewährung liegt noch vor uns. Ob wir uns bewähren? Wenn die Zweifel und Fragen kommen, so tröstet ein Wort des Rabbi Tarfon:

„Es ist Dir vielleicht nicht gegeben, eine Aufgabe zu vollenden; aber Du bist auch nicht frei, sie im Stich zu lassen “ (Awot II 16).


Dieter Krabbe: Pfarrer der Evang.-Ref. Gemeinde St. Martha in Nürnberg; 1987-89 Pfarrer an der Evang. Erlöserkirche in Jerusalem; 1987-93 Ev. Vorsitzender der „Gesellschaft für christlich-jüdischeZusammenarbeit“ in Franken; Mitarbeit in verschiedenen Ausschüssen, die sich um eine Erneuerungdes Verhältnisses von Christen und Juden bemühen.

Vortrag vor der Bayerischen Direktorenkonferenz in der Israelitischen Kultusgemeinde München am 26. März 1996.
Dieter Krabbe ist Pfarrer der Evangelisch-Reformierten Gemeinde St. Martha in Nürnberg. Er war 1987-89 Pfarrer an der Evangelischen Erlöserkirche in Jerusalem, 1987-93 Evangelischer Vorsitzender der „Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit“ in Franken. Mitarbeit in verschiedenen Ausschüssen, die sich um eine Erneuerung des Verhältnisses von Christen und Juden bemühen.


Jahrgang 4/1997 Seite 271



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