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Christina Meissner

Antijudaismus, Antisemitismus und Antikatalanismus in Spanien — von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart

Im Jahr 1492 wurden die Juden durch das Edikt der Könige Ferran von Aragón und Isabel von Kastilien aus allen Königreichen der „Katholischen Könige“ vertrieben. Die spanische Inquisition betrieb eine Politik der völligen Ausrottung jüdischer Kultur. In den folgenden Jahrhunderten wurden jüdische Geschichte und Kultur zunächst durch die theologische Polemik, später auch durch die Geschichtsschreibung in Spanien und Katalonien1 in stark unterschiedlicher Weise rezipiert. In Spanien manifestierte sich hierbei bereits früh der Übergang von einem rein religiös begründeten Antijudaismus hin zu einem auf dem Rasse- und Blutgedanken fußenden Antisemitismus. Letzterer sollte in einem massiven Antikatalanismus während der Franco-Diktatur, insbesondere in deren frühen Phase, eine Fortführung von besonderer Ausprägung finden. Um diese Entwicklung deutlich zu machen, ist es zunächst vonnöten, rückblickend die Situation im Mittelalter zu betrachten.

1. Antijudaismus bei christlichen Autoren des Mittelalters

In der religiös-christlichen Literatur des 13.-15. Jh., hauptsächlich mit dem Ziel der Apologese des christlichen Glaubens im Dienste der Juden- oder „Mauren“-Missionierung verfaßt, läßt sich bezüglich der jüdischen Thematik noch kaum ein Unterschied zwischen der kastilischen und der katalanischen bzw. der in katalanischer Sprache verfaßten mallorkinischen oder valenzianischen Literatur2 beobachten.

Der Antijudaismus war hierbei zunächst ausschließlich religiösen Charakters, mit allen im christlichen Europa des Mittelalters verbreiteten antijüdischen Stereotypen.

Dabei waren die Gedankengerüste der einzelnen Autoren in unterschiedlichster Weise konstruiert. Während der Dominikaner Ramon Martí in seiner Pugio fidei adversos iudaeos (1278), belegt durch Textstellen aus jüdischen Schriften, insbesondere der talmudischen Literatur, die Dogmen des Christentums und seiner Erlösungslehre bereits im Alten Testament begründet sehen wollte,3 versuchte sein Schüler Arnau de Vilanova 1292 in seiner Allocutio supersignificatione nominis Tetragrammaton4 mittels einer visionären und vermutlich auf die mystische Tradition der jüdischen Kabbala zurückgehenden5 Schriftinterpretation, die Trinität Gottes aus den Schriftzeichen und den göttlichen Namen des Alten Testamentes zu beweisen.6 Der Augustiner Bernard Oliver wiederum stellte in seinem Tractatus contra perfidiam iudaeorum (ca. 1350) thesenartig Meinungen einander gegenüber, um so die „Wahrheit der christlichen Lehre“ und den „Irrtum des Judentums“ zu untermauern.7 Der Franziskaner Francesc Eiximenis (1325-1409) schließlich berief sich in seinem zwölf Bände umfassenden Werk Lo Crestià (dt.: „Der Christ“) auf die Urteile der Kirchenväter und auf mysteriöse pseudohistorische Theorien,8 um die angebliche „Bösartigkeit des jüdischen Charakters“ — die „malícia judaica“ — unter Beweis zu stellen.9

2. Die Entstehung des modernen Antisemitismus im Umfeld der spanischen Inquisition

Zwar gab es seit 1492 keinerlei jüdische Gemeinden mehr auf dem Gebiet des heutigen Spanien, doch die Nachkommen der einst zum Christentum konvertierten Juden, der sog. Conversos, blieben auch fortan eine verfemte Gruppe.

Holzschnitt aus Spanien, ca. 1747, mit Alfonso de Espina, dem Vorläufer der spanischen Inquisition. Den hinter ihm stehenden Juden sind die Augen verbunden, weil sie „die Wahrheit nicht sehen“.

Dies hat seine Ursache in einem für Spanien spezifischen Phänomen, in den Statuten über die „Limpieza de Sangre“ — die „Reinheit“ des Blutes. Bereits 1449 trat in der Stadt Toledo erstmals ein Statut in Kraft, das den Conversos und ihren Nachkommen den Zugang zum Staatsdienst sowie die Übernahme von öffentlichen Ämtern verweigert: die Sentencia Estatuto‘.10 Dieses Statut, mit dem sich die cristianos viejos, die sog. „Altchristen“, gegen die Konkurrenz der aufstrebenden Schicht der Conversos zu schützen trachteten, wurde bis zur Mitte des 16. Jh. als Estatuto de Limpieza de Sangre in die Statuten von Orden, Stadtverfassungen, Universitäten und Diözesankapiteln aufgenommen11 und unter Kaiser Karl V. schließlich Gesetz auf der Iberischen Halbinsel.12 Wer fortan eine Karriere in den genannten Institutionen anstrebte, mußte seine reine Abstammung von altchristlichen Familien bis in die Zeit vor dem Vertreibungsedikt von 1492 zurückgehend nachweisen.13

Man kann hier erstmals von einem Abstammungs- bzw, sogar von einem Rasseantisemitismus sprechen, welcher auch bald in zahlreichen religiösen und politischen Traktaten fixiert wurde und so in Spanien jenen rassisch begründeten Antisemitismus vorwegnahm, der im übrigen Europa erst sehr viel später, im 19. und 20. Jh., Verbreitung finden sollte.

So schilderte Francisco Garau 1691 in seiner „La Fe triunfante14 unter ausdrücklicher Berufung auf patristische Traditionen, wie etwa auf Augustinus oder auf Vicenç Ferrer, Merkmale „jüdischer Physiognomie“, wie sie unabhängig von der Konversion zum Christentum über Generationen hinweg vererbt würden: Das „Jude-Sein“ wurde mehr und mehr über die Abstammung von jüdischen Vorfahren definiert, wobei jedoch stets durch die Beschwörung der Gefahr für den christlichen Glauben durch eine Vermischung mit „jüdischem Blut“ der religiöse Bezug gewahrt blieb. In diese Kontinuität stellte sich auch Francisco de Torrejoncillo, als er 1673 das Jüdisch-Sein von der Abstammung von nur einem jüdischen Eltern- bzw. Großelternteil herleitete und damit erstmals den Begriff des „Halbjuden“ bzw. „Vierteljuden“ ins Spiel brachte, der im 20. Jh. von der Rassepolitik des Nationalsozialismus aufgenommen werden sollte: „Damit sie (die judaisierenden Ketzer) Feinde der Christen, Christi und seines göttlichen Gesetzes sind, ist es nicht notwendig, daß Vater und Mutter Juden sind; einer von beiden genügt. Es muß nicht der Vater sein: Die Mutter genügt. Und auch diese muß nicht vollständig jüdisch sein: Es genügt die Hälfte, und selbst diese nicht ganz; es genügt ein Viertel, ja sogar ein Achtel. Und die Heilige Inquisition hat in unseren Tagen entdeckt, daß noch bis ins 21. Glied judaisierende Praktiken auftreten.“15

Neben diesem Rasseantisemitismus fand auch ein politisch motivierter Antisemitismus weite Verbreitung. Quevedo nimmt 1633 in seiner „Execración contra los judíos“ die Legende einer weltweiten Verschwörung der Juden gegen Spanien auf und verbindet sie zusätzlich mit dem Stereotyp vom unermeßlichen Reichtum der Juden, mittels dessen diese die Geschicke der Weltpolitik zu lenken und zu bestimmen vermöchten.16

Diese Verbindung von Antisemitismus und Antimerkantilismus sollte v. a. nach der Industrialisierung Kataloniens im 19. Jh. auch in die spanische Polemik gegen Katalonien eingehen, was schließlich im 20. Jh. zu einer Gleichsetzung von Katalanen und Juden und somit zu einer Koppelung von Antisemitismus und Antikatalanismus führte — ein Stereotyp, wie es latent auch bei A. Castro auftritt, wenn er behauptet: „In gewissem Sinne ersetzte später der Katalane den Juden.“17

3. Antijudaismus und Antisemitismus in der spanischen Geschichtsschreibung

Diese Form der Judenfeindschaft bis hin zum rassistisch motivierten Antisemitismus fand in Spanien nicht nur Eingang in theologisch-philosophische Traktate und politische Pamphlete, sondern auch in die spanische Geschichtsschreibung.

Eine Ausnahme bildet in diesem Zusammenhang zunächst J. Amador de los Rios, der 1874 mit seiner Historia social, política y religiosa de los judíos de España y Portugal als erster spanischer Historiker eine wertneutrale wissenschaftliche Aufarbeitung der jüdischen Geschichte der Halbinsel in Angriff nahm — natürlich stets auf Basis des Forschungsstandes und geistigen Hintergrundes des 19. Jh.18 — und sich dabei auch historischen Fragestellungen, wie der Bewertung der Expulsión, kritisch näherte.19

Zwar setzte einerseits 1940 mit der Gründung der Zeitschrift Sefarad, die fortan eine seriöse und neutrale wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Judentum betrieb, eine Wende in der spanischen Rezeption des Judentums und der jüdischen Geschichte ein, andererseits jedoch zeigt gerade die Epoche der Franco-Diktatur einen erneuten Höhepunkt des Antisemitismus in der spanischen Geschichtsschreibung. Dieser kam in Werken von sehr zweifelhaftem wissenschaftlichen Anspruch zum Ausdruck, wie u. a. in A. Pacios López Monographie La Disputa de Tortosa über die Zwangsdisputation von 1413-1414, in welcher der Autor sich selbst die Positionen der christlichen Teilnehmer des „Religionsgespräches“ zu eigen macht und dabei die Auseinandersetzung mit dem Talmud oder mit hebräisch-jüdischen Quellen ablehnt mit der Begründung, daß diese voller „unmoralischer Irrtümer“ seien und daher den „christlichen Leser zu sehr empören“ würden.20 Andere Historiker, unter ihnen auch A. Castro, versuchten sogar, die repressiven Organe der spanischen Inquisition und die von dieser geforderte Denunziationspolitik als das Wirken „jüdischen Geistes“ zu deuten — eine These, die wiederum auf der sehr problematischen, in Spanien jedoch seit langem etablierten Gleichsetzung von Juden und Conversos beruht:

„Angesichts dessen (Denunziationen, Anm. d. V) scheint die Vermutung erlaubt, daß das scheinbar so neue und fremdartige Vorgehen der spanischen Inquisition nichts anderes darstellt als die Fortführung der im Getto üblichen Methoden, als deren Träger und Vermittler die zahlreichen Juden erscheinen, die im 15. Jahrhundert Bischöfe, Mönche und sogar Mitglieder des Obersten Rates der Inquisition wurden.“21

4. „Los judeo-catalanes“ – antijüdische und antikatalanische Polemik des spanischen Faschismus im 20. Jahrhundert

Eine sehr zwiespältige Politik gegenüber den Juden verfolgte das franquistische Spanien während des Bürgerkrieges und unter der darauffolgenden Diktatur Francos. Einerseits bewahrten einzelne spanische Diplomaten jüdische Flüchtlinge vor den nationalsozialistischen Vernichtungslagern22 durch eine vorübergehende Aufenthalts- oder Durchreiseerlaubnis für Spanien, und der spanische Staat ermöglichte sephardischen Juden des Balkans unter der Bedingung der Kostenneutralität für Spanien ab 1943 die Annahme der spanischen Staatsbürgerschaft und damit die Rückkehr nach Spanien.23 Andererseits war 1939 mit dem Sieg Francos im Bürgerkrieg erneut das Vertreibungsdekret von 1492 in Kraft gesetzt, der Katholizismus zur Staatsreligion erklärt und jede andere Religionsausübung verboten24 worden.

Eine neue Form antijüdischer Polemik propagierte eine Gleichsetzung von Katalanen und Juden, denen man die gleichen „verwerflichen Interessen“ und die gleichen politischen Ziele bei ihrer „Verschwörung gegen Spanien“ („la anti-España“) unterstellte.25 „Um ein Risiko zu vermeiden, müssen wir stets bei all unserer Feindschaft zwischen jenen guten (spanischen, Anm. d. V.) Patrioten und Landsleuten, die in Katalonien geboren sind, und der Masse der judeo-catalanes unterscheiden ... “26

Dieser explizit spanische Rasseantisemitismus speiste sich nicht mehr nur aus einer langjährigen landeseigenen antijüdischen Tradition, sondern ebenso auch aus dem pseudowissenschaftlich begründeten europäischen Rasseantisemitismus?27

Der Rassegedanke wurde sowohl gegen einzelne führende politische Persönlichkeiten des republikanischen Kataloniens wie auch gegen das katalanische Volk als solches eingesetzt.

Unter diesen Umständen ist die seit Beginn des gegenwärtigen Jahrhunderts zu beobachtende neuartige Sympathie für das Judentum im katalanischen Selbstverständnis nicht verwunderlich. Ob diese jedoch allein als Gegenreaktion auf den spanischen Antisemitismus zu verstehen ist, bleibt fraglich und müßte an anderer Stelle eingehend untersucht werden.

  1. Ein Unterschied zwischen spanischer und katalanischer Geschichtsschreibung ist hierbei erst seit dem Ende des 19. Jh. zu beobachten, als die ersten katalanischen Historiker infolge der national-katalanischen Geistesbewegung der Renaixença (katalan.: Wiedergeburt) begannen, in katalanischer Sprache zu publizieren, und die katalanische Geschichtsschreibung somit anfing, sich bewußt und im Gegensatz zu Spanien als explizit katalanisch zu definieren.
  2. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, daß viele der wichtigsten katalanischsprachigen Autoren dieser Zeit dem Königreich Valencia (z. B. Bernard Oliver oder Arnau de Vilanova) oder Mallorca (z. B. Ramon Llull) entstammten
  3. vgl. Joaquín Carreras y Artau, Arnaldo de Vilanova. Apologista antijudaico, in: Sefarad VII (1947), 50-51 und 57-58.
  4. Der vollständige Titel der apologetischen Schrift lautete: Allocutio super significatione nominis Tetragrammaton tam in lingua hebrayca quam latina et super declaratione mysterii Trinitatis evidentibus rationibus atque signis.
  5. vgl. ebd., 59-60.
  6. vgl. ebd., 52-56.
  7. vgl. ebd., 58.
  8. Er erwähnte etwa den schlechten Einfluß bestimmter Himmelsgestirne zu bestimmten Zeiten, den schlechten Einfluß des Landes auf das Volk, usw.; vgl. auch: Viera, The treatment of the Jew and the Moor in the Catalan Works of Francesc Eiximenis, 204.
  9. vgl. ebd., 204.
  10. vgl. Moisés Orfali, Los conversos hispanojudíos, 73 f.
  11. vgl. Léon Poliakov, Geschichte des Antisemitismus, Band V: Die Marranen im Schatten der Inquisition. Worms 1981.
  12. vgl. ebd., 83. Eine endgültige Aufhebung erfuhren die diskriminierenden Statuten erst in der Verfassung der ersten spanischen Republik von 1869.
  13. vgl. Privatsammlung Colecció Dalmases, n. 3053; veröffentlicht in: Durán y Sanpere, Referències documentals del call de juhéus de Cervera, 64-68.
  14. In der 1691 auf Mallorca verfaßten „La Fe triunfante en qvatro avtos“ lieferte Garau im Anhang an die Schilderung der Ereignisse um die vier Autos-de-fe des Jahres 1691 auch — in Form einer seltsamen Verbindung aus Geschichtsschreibung und politischem Pamphlet — einige persönliche Betrachtungen über das Judentum, die Geschichte der Juden auf Mallorca und über die Limpieza de Sangre der Inselgesellschaft, die er durch die Nachkommen der Conversos gefährdet sah (vgl. Francisco Garau, La Fe Triunfante, hg. von Llorenç Pérez und Lleonard Muntaner. Palma de Mallorca 1984, 67–84).
  15. Francisco de Torrejoncillo, Centinela contra judíos. Edition 1720. Zit. nach: Raymond
    Renard, Sepharad. Le monde et la langue judéo-espagnol des Séphardim. Mons 1964, 42.
  16. Francisco de Quevedo, Execración contra los judíos, hg. von Fernando Cabo Aseguino und Santiago Fernández Mosquera. Barcelona 1996.
  17. Américo Castro, Spanien. Vision und Wirklichkeit. Frankfurt 21957, 524.
  18. So spricht auch er von der „raza hebrea“ (hebräische Rasse, Anm. d. Red.), ohne dies allerdings wie so viele andere spanische Autoren vor ihm als abwertenden Begriff zu gebrauchen (vgl. u. a. Amador de los Ríos, Historia social, política y religiosa de los judíos de España y Portugal, Bd. I., 46).
  19. vgl. ebd., Bd. III., 261-277.
  20. vgl. Antonio Pacios López, La disputa de Tortosa. 2 Bände, Madrid/Barcelona 1957.
  21. Américo Castro, Spanien. Vision und Wirklichkeit, 505-506.
  22. vgl. Chaim Avni, España, Franco y los judíos. Madrid 1982, 91-96.
  23. vgl. ebd., 125-158.
  24. vgl. Martine Berthelot, Cien años de presencia judía en la España contemporánea. Barcelona 1995, 53. Dieses Verbot wurde zwar 1945 partiell relativiert, doch waren nichtkatholische Konfessionen auch fortan nur bedingt geduldet.
  25. vgl. Josep Benet, L‘intent franquista de genocidi cultural contra Catalunya. Montserrat 1995, 115-125.
  26. Aus der Zeitschrift Domingo (San Sebastián), 4. April 1937, Titel: „Catalanes y catalanes“; zit. nach: Benet, L‘intent ..., 124.
  27. Zur positiven Wertung der antijüdischen Politik des Nationalsozialismus durch die franquistische Presse vgl. auch: Benet, L‘intent ..., 114-115.

Christina Meissner: Studium der Humanistik, Geschichte und Germanistik in Bamberg; Vorbereitung auf das Staatsexamen in Deutsch, Geschichte und Spanisch; ein Studienjahr in Tarragona, Spanien.


Jahrgang 4/1997 Seite 250



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