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Anckaert, L; Casper B.

An exhaustive Rosenzweig Bibliography

Primary and secondary writings. Instrumenta Theologica 14. Hg. Bibliotheek van de faculteit der godgeleerdheid van de k. u. Leuven. 1995.

Gute Bibliographien sind spannende Bücher! Was wurde von einem Autor, wann, wo und in welcher Sprache herausgegeben? Rezeptionsgeschichte in nackten Daten. Oder: wer hat als erster über den Autor außerhalb des ursprünglichen Entstehungs- und Wirkungskreises publiziert? Nach diesen Kriterien ist auch diese erweiterte Ausgabe der Rosenzweig-Bibliographie (die erste Ausgabe war von 1990) eine spannende Sache und ein gutes Werkzeug für das Studium von Rosenzweig und der vielen, die von ihm beeinflußt wurden. Kritische Anmerkungen kann man schon machen. Der kleinliche Leser bemerkt, daß die Schreibweise der Autorennamen nicht einheitlich ist; manchmal mit Vornamen oder Initialen, manchmal ohne. Die Schreibweise von Namen wurde dem amerikanischen System angepaßt. Von der Osten-Sacken findet man also unter V. Bei Posthumus Meyjes gibt es keinen Bindestrich.

Inhaltlich fehlt natürlich etwas. Einige Artikel aus ,In de waagschaal‘ hätten die Editoren aufnehmen sollen. Schlußendlich ist ,In de waagschaal‘ doch dazu das Geisteskind Miskottes, der fast als erster außerhalb des jüdischen Kreises über Rosenzweig publizierte.Daß man Roel Oost aufnimmt, ist mir sehr sympathisch, daß man aber die gute Dissertation von Uwe Fw. Bauer vergißt, die — in deutsch erschienen — eine gute Zusammenfassung der Wirkung der Bibelübersetzung von Buber/Rosenzweig ist, erscheint unverständlich.Auch ,Ter Herkenning‘ und ,Wending‘ und die ,Zeitschrift für dialektische Theologie‘ sind holländische Publikationen, die ihre Wurzel teilweise bei Rosenzweig haben.Trotzdem ist diese Bibliographie empfehlenswert. Wichtiger, als sich über Kleinigkeiten aufzuregen, ist es, sich mit der Größe Rosenzweigs zu befassen.

Nico Sonnevelt


Jahrgang 4/1997 Seite 199



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