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Ruben Frankenstein

„Du sollst deinem Sohn erzählen“

Massoret – die identitätsstiftende Überlieferung

In diesem Beitrag1 geht es vor allem um zwei hebräische Begriffe – higgid (= sagen, erzählen) und massar (= mitteilen, übermitteln) – und um die von ihnen abgeleiteten Worte Haggada (= Erzählung, Sage) und Massoret (= Überlieferung). Beginnen möchte ich aber, scheinbar ausschweifend, mit dem biblischen Schöpfungsmythos: Zwei Bäume ließ Gott im Garten Eden wachsen:

„[...] den Baum des Lebens mitten im Garten und
den Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“ (Gen 2,9).

„Von allen Bäumen des Gartens magst essen du, essen,
aber vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse,
von dem sollst du nicht essen, denn am Tag, da du von ihm issest,
mußt sterben du, sterben“ (Gen 2,16 f.).

So spricht der Herr des Gartens, aber die Schlange scheint es besser zu wissen:

„Sterben, sterben werdet ihr nicht,
sondern Gott ists bekannt,
dass am Tag, da ihr davon esset, eure Augen sich klären
und ihr werdet wie Gott, erkennend Gut und Böse“ (Gen 3,4 f.).2

Nach dem Sündenfall berichtet die hebräische Bibel weiter (Gen 3,11):

„ER sprach: Wer hat dir gemeldet (erzählt / gesagt / kundgetan), dass du nackt bist? (Mi higgid lecha, ki ejrom ata?) Hast du von dem Baum, von dem nicht zu essen ich dir gebot, gegessen?“ (Gen 3,11)

Ähnlich wie Prometheus in der griechischen Mythologie verhilft die Schlange dem Menschen zur „Aufklärung und Erkenntnis“:

„ER, Gott, sprach: Ja, der Mensch ist geworden wie unser einer im Erkennen von Gut und Böse.
Und nun könnte er gar seine Hand ausschicken und auch vom Baume des Lebens nehmen und essen und in Weltzeit leben!“ (3,22)

So schickte ihn Gott, der Herr, fort aus dem Garten Eden, vertrieb ihn aus dem Paradies. Die Wahl zwischen dem Baum des Lebens und dem Baum der Erkenntnis mag verglichen werden mit der Alternative zwischen dem ewigen Leben als statischem Zustand und einem ewigen Leben als dynamischem Prozess der ständigen Erneuerung durch Tod und Geburt, durch Fortpflanzung und Übertragung (Transmission) der Erkenntnisse von einer Generation zur nächsten Generation.

Während die christliche Lesart seit Paulus und vor allem seit Augustinus aus der Paradiesgeschichte die Lehre von der Erbsünde3 ableitet, hat das Judentum eine viel nüchternere Lesart vorgezogen. Im Ungehorsam gegenüber Gott manifestiert sich die Willensfreiheit des Menschen. Diese Wahlfreiheit zwischen Gehorsam und Ungehorsam, die Freiheit, seinen Weg mit Hilfe des guten oder bösen Triebs zu gestalten, ist Teil des Ebenbildes Gottes, nach welchem der Mensch erschaffen wurde.

Nach jüdischer Tradition gehört es zum Wesen des Menschen, dass er imstande ist, mit Gott zu hadern und zu rechten und sich gelegentlich auch gegen ihn aufzulehnen.4 So geht z. B. Abraham wegen Sodom und Gomorra mit seinem Schöpfer hart ins Gericht, Jakob ringt mit dem Engel, Hiob hinterfragt Gottes Urteil.

Einige jüdische Gelehrte haben selbst den bösen Trieb verteidigt und das Aufbegehren gegen das ausdrückliche Gebot Gottes gelobt, denn:

„Ohne den bösen Trieb würde der Mensch kein Haus bauen, keine Frau heiraten und keine Kinder in die Welt setzen“ (Genesis Rabba 9,7).

Oder wie der Talmud-Gelehrte Rejsch Lakisch (4. Jh.) sagt:

„Lasst uns unseren Vorfahren zugute halten und dankbar sein, denn hätten sie nicht gesündigt, so wären wir gar nicht auf die Welt gekommen“ (Awoda Sara 5,1).

Ohne Sünde wären die Menschen Götter geblieben. Da sie aber gesündigt haben, müssen sie sterben, aber sie können sich erhalten und sich ständig erneuern durch die Fortpflanzung. Es war also gut, dass unsere Vorfahren der Weisheit und nicht der Unsterblichkeit den Vorzug gaben (vgl. Genesis Rabba 139–142).

Von Geschlecht zu Geschlecht

Ein dritter relevanter hebräischer Begriff ist das Wort dor. Es bedeutet Geschlecht (Generation) im doppelten Sinn. Dor steht für die Summe aller Menschen, die in einer bestimmten Zeit leben, und für die Abfolge (Glieder) der Familiengeschichte: Vater, Sohn, Enkel usw.

Es kommt nicht von ungefähr, dass die Hebräische Bibel die Kette der Geschlechter genau anführt und benennt. Angefangen von Gen 5,1 wird der Stammbaum minuziös aufgelistet, erst von Adam bis Noah, und später weiter und weiter, mi-dor le-dor, von Generation zu Generation.

Die Kontinuität der Generationen wird durch die Überlieferung vom Vater zum Sohn (bzw. vom Lehrer zum Schüler) besonders geachtet und gepflegt. Heute würden wir sagen, auch von Mutter zu Tochter, aber die Bibel wurde in patriarchalischer Zeit geschrieben und ediert, und so kommen die Frauen „etwas zu kurz in der Erwähnung“.

Zu den Grundfesten des Judentums gehören die Zehn Gebote, die in der Tora, den fünf Büchern Mose, zweimal vorkommen: in 2 Mose (Ex) 20,1–17 und in 5 Mose (Dtn) 5,1–21. In beiden Fällen sind sie verknüpft mit dem Gebot der Unterweisung der Kinder und der Weitergabe des Gesetzes. In Dtn 6,4–8 folgt (parallel zum christlichen Vaterunser) die Formulierung des jüdischen Glaubensbekenntnisses, das „Höre, Israel“ – schema jisrael adonai elohenu adonai echad:

„Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein!
Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft.
Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen,
und du sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst;
und du sollst sie zum Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen dir
zum Erinnerungszeichen über den Augen sein“ (Dtn 6,4–8).5

Im Buch Exodus (2 Mose) wird noch vor der Verkündung der Zehn Gebote der viel zitierte Auftrag erteilt:

„Und melden sollst du deinem Sohn an dem selben Tage sprechend (Du sollst deinem Sohn an jenem Tag erzählen und sprechen)“ (we higgadeta le-wincha) (Ex 13,8).

Dieser Auftrag beginnt mit demselben Verb wie die Frage Gottes an Adam: le haggid: we-higgadeta.

Der Auftrag, von Generation zu Generation den Söhnen zu erzählen, wird später (zwischen dem 2. und 10. Jh.) in ein Büchlein übertragen, in dem dieses Erzählen zur wichtigsten Aufgabe überhaupt gehört, und deshalb heißt das Buch auch Haggada schel Pessach. Das Wort Haggada (der Name der Handlung) ist vom Verb hagged abgeleitet (s. o.) und wird nun ein Substantiv mit der Bedeutung Erzählung oder Sage: „We higgadeta le-wincha“ = du sollst deinem Sohn erzählen! Der Vater ist zugleich Lehrer und der Sohn ist der Schüler.

In der Pessach-Haggada wird zwischen vier verschiedenen Typen von Söhnen oder Schülern differenziert. Entsprechend den Fähigkeiten der Schüler gibt die Tora eine Belehrung für vier verschiedene Kinder: „einen Weisen, einen Bösen, einen Einfältigen und einen, der nicht zu fragen versteht“.

Das pädagogische Vorgehen mit dem vierten Sohn, der nicht zu fragen versteht, ist besonders interessant. So heißt es in der Haggada:

„Mit dem, der nicht zu fragen versteht, mit dem eröffne du das Gespräch (bzw. stelle du die Fragen für ihn), denn es steht geschrieben: Du sollst zu deinem Sohne an diesem Tage sagen: Dieses geschieht wegen dem, welches der Ewige mir getan, als ich aus Mizrajim (Ägypten) zog.“

Die vier Söhne

Die vier Söhne (v. r. n. l.): der Weise, der Böse, der Einfältige und der, der nicht zu fragen versteht.
Aus: Die Pessach-Haggada, übersetzt und erklärt von Dr. Philipp Schlesinger und Josef Güns, „Sinai“ Publishing, Tel Aviv, Israel 1976.

Das feierliche Abendmahl vor dem Pessachfest beginnt mit der ersten von insgesamt vier Fragen, die das jüngste Kind im Verlauf der Sederfeier an den Vater stellt:

„Warum ist diese Nacht anders als andere Nächte?“ (Was unterscheidet diese Nacht?) (ma nischtana ha-leila ha-se?)

Die gesamte folgende Lektüre der Pessach-Haggada ist als Antwort auf diese Frage des Kindes zu verstehen. Die Texte dienen dem pädagogischen Ziel der Unterweisung, der Erinnerung und der Erklärung der Geschichte der Befreiung des Volkes Israel aus dem Joch Ägyptens durch den starken Arm des Herrn.

Doch die Erzählung ist nicht nur Unterweisung und Erinnerung, sie ist auch Verpflichtung:

„Von Geschlecht zu Geschlecht ist jedermann verpflichtet, sich so anzusehen, als ob er selbst aus Ägypten ausgezogen wäre“ (Mischna, Pessachim 10,5).

Jahrtausende blieben die Juden trotz Exil und Zerstreuung, trotz Unterdrückung und Verfolgungen weitgehend eine hermetische, in sich geschlossene Gesellschaft. Die Angst vor einer meist feindlich gesinnten Umwelt, die strikte Befolgung der religiösen Gebote und der starke Zusammenhalt innerhalb der jüdischen Gemeinden mit ihren Institutionen (Synagoge, Schulen und Lehranstalten, soziale Fürsorge, Gottesdienste, Rabbiner und Kantoren usw.) förderten das Zusammengehörigkeitsgefühl. Nur sehr wenige verließen diesen Rahmen, um sich taufen zu lassen. Ein Austritt ohne Übertritt zum Christentum war gänzlich undenkbar. Das konnte sich im Ausnahmefall höchstens ein Philosoph wie Baruch Spinoza erlauben.6

Ins Wanken kam die hermetisch geschlossene Gemeindestruktur der Juden in der Diaspora erst im Zeitalter der Aufklärung im 18. Jh. Nehmen wir Kants Definition von Aufklärung als Richtschnur, so könnte man von der Aufklärung im Garten Eden als der ersten und von der europäischen des 18. Jh. als der zweiten Aufklärung sprechen:

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen“ (Immanuel Kant, „Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?“, 1784).

Die europäische Aufklärungsbewegung mit ihrer kritischen Haltung zur Kirche und ihrem Antiklerikalismus machte auch keinen Halt vor den Toren der jüdischen Gesellschaft, und so kam es auch in den jüdischen Gemeinden zu einer „Aufklärung“, die in die Haskala-Bewegung mündete.

Begünstigt wurde diese Bewegung sowohl durch eine Krise der rabbinischen Autorität wie auch durch das Toleranzedikt von Kaiser Joseph II. (1781), das den Juden größere Freiheit in der Religionsausübung zusicherte und ihnen auch bürgerliche Gleichberechtigung versprach.7

Die Schlüsselfiguren in der jüdischen Aufklärung und Haskala-Bewegung waren Moses Mendelssohn (1729–1786) mit seiner Bibelübersetzung und Förderung der deutschen Sprache anstelle des Jiddischen, David Friedländer (1750–1834) und Israel Jacobson (1768–1828) mit der Begründung der Religionsreform.

Hauptziele der Haskala-Bewegung waren die Säkularisierung und die Trennung von Religion und Staat sowie Emanzipationsbestrebungen mit dem Ziel einer Integration der jüdischen Bürger in die deutsche Gesellschaft. Die Säkularisierung führte schließlich zu einer vermehrten Akkulturation und zur zunehmenden Bereitschaft einer größeren Anzahl von Juden, die Bindung zur Gemeinde zu lockern und sich teilweise bis gänzlich zu assimilieren. Die Säkularisierung betraf ganze Schichten und steigerte in vielen Fällen auch die Bereitschaft, Mischehen einzugehen oder sich – als „Eintrittsbillet in die Gesellschaft“ (Heinrich Heine)8 – taufen zu lassen.

Auch heute beunruhigt die Sorge, dass große Teile des jüdischen Volkes durch Assimilation in andere Kulturen, Religionen und Völker verloren gehen, das orthodoxe d. h. gesetzestreue Judentum. Diese Angst führt dazu, dass diese Gruppen jeglichen Kontakt mit der nichtjüdischen Welt meiden und sich in eine selbstgewählte strenge Abschottung zurückziehen.

Bemerkenswert ist jedoch, dass trotz weitgehender Säkularisierung, zumal in der Diaspora, bis heute bestimmte Hindernisse Juden vor der völligen Assimilation bewahren, Hindernisse, die „wie ein um sie herum errichteter Zaun“9 wirken: die Beschneidung als ins Fleisch eingeprägte Religions- und Volkszugehörigkeit, die Solidarität mit den Opfern von Verfolgungen10 und vor allem das Festhalten – wenngleich eingeschränkt – an religiös-kulturellen Traditionen und Bräuchen. Man spricht hier humorvoll von den „Drei- Tage-Juden“, die sich nur an Rosch ha-Schana, Jom Kippur und Pessach auf das Judentum besinnen. Für die in Israel lebenden Juden ist zusätzlich die hebräisch und jüdisch geprägte Kultur von Bedeutung, und, da es keine Trennung von Religion und Staat gibt, die monopolistische Stellung des Rabbinats.

Noch wichtiger jedoch als alle kulturellen Bräuche, die noch immer ein fester Bestandteil der tradierten Überlieferung sind, ist die gemeinsame Feier des Pessach-Seders mit der Lesung der Pessach-Haggada (s. o.). Selbst völlig säkulare Juden, wie etwa sozialistisch geprägte Kibbutzmitglieder, halten daran fest. Die Tradition des Pessach-Seders ist der deutlichste Ausdruck, wie viel Wert der Weitergabe der Überlieferung beigemessen wird.

Die Person von Tewje, dem Milchmann, aus dem Musical „Anatevka“11 ist ein ganz besonders liebevolles und anschauliches Beispiel für die starke Verankerung von Überlieferung bzw. Tradition im Bewusstsein der Juden:

Tewje:
Und wie halten wir unser Gleichgewicht? Das erkläre ich euch mit einem Wort:
TRADITION! [...] Tradition! Tradition! Tradition!

Tewje:
Und wegen unserer Tradition haben wir bisher unser Gleichgewicht seit vielen Jahren gehalten. Hier in Anatevka haben wir Traditionen für alles –
wie man isst, wie man schläft, wie man arbeitet und wie man sich kleidet.
Zum Beispiel haben wir immer unseren Kopf bedeckt und tragen immer einen kleinen Gebetsschal als Zeichen unserer Ergebenheit zu Gott.
Nun werdet ihr fragen, wie es mit diesen Traditionen angefangen hat.

Ich werd’s euch sagen: ... Ich weiß es nicht – das ist eben Tradition.
Und aufgrund dieser Traditionen weiß hier jeder von uns, wer er ist und was Gott von ihm erwartet.

Wer muss allein für Weib und Kinder sorgen? Schon am frühen Morgen. Und das Vieh versorgen?
Wer ist allein der Herr in seinem Haus? Sonst lacht ihn die Familie aus.

Der Papa. Der Papa! Tradition! Der Papa. Der Papa! Tradition!

* Ruben Frankenstein, geb. 1938 in Tel Aviv, Studium der Rechtswissenschaft, Germanistik, Judaistik und Geschichte in Tel Aviv, Jerusalem, Wien und Freiburg i. Br., 1965–1974 Staatsanwalt in Tel Aviv. Seit 1975 Lehraufträge für Judaistik, Hebräisch, Jiddisch und Literatur an der Universität Freiburg und in der Erwachsenenbildung.


  1. Der Beitrag beruht auf einem Vortrag anlässlich der Psychoanalytiker-Tagung in Karlsruhe am 24. Mai 2014. Der Vortragsstil wird hier weitgehend beibehalten.
  2. Die Bibelzitate folgen (mit einer Ausnahme: Anm. 5, S. 184) der Übersetzung von Buber- Rosenzweig.
  3. Vgl. Artikel „Erbsünde“, LThK Bd. 3, 743–750.
  4. Vgl. Der Prozess von Schamgorod vom 25. Februar 1649. „Ich, Berisch, jüdischer Gastwirt aus Schamgorod, klage den Herrn des Universums der Feindseligkeit, der Grausamkeit und der Gleichgültigkeit an [...].“ Vgl. Gabrielle Oberhänsli-Widmer, Elie Wiesel: Der Prozess von Schamgorod. Originalbeitrag erschienen in Kirche und Israel, 22 (2007) 171–180. Sonderdruck (Online-Version) der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Br., http:// www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/5719/pdf/Oberhaensli_Widmer_Elie_Wiesel.pdf.
  5. Zitiert nach der revidierten Elberfelder Bibel, SCM R. Brockhaus, Witten, Sonderausgabe 1987.
  6. Vgl. Theun de Vries, Baruch de Spinoza. Mit Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg, 10. Auflage 2004; Manfred Walther / Michael Czelinski (Hg.), Die Lebensgeschichte Spinozas. Lebensbeschreibungen und Dokumente. Stark erweiterte und neu kommentierte Neuausgabe der von Jacob Freudenthal verfassten Lebensgeschichte von 1899, 2 Bde. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 2006.
  7. Mit dem Toleranzpatent erhielten Juden Zugang zu Schulen und Hochschulen und weitgehende Gewerbefreiheit.
  8. Vgl. Wolfgang Treitler, Auf Wanderschaft. Rezension von Stefan Hartmann, FrRu NF 14 (2007) 291–239.
  9. In Anlehnung an Lev 18, 30: „Wahret meine Hut“, heißt es in Pirkei Avot 1,1 (Sprüche der Väter): „Machet einen Zaun um die Tora“ (vgl. ebd. III, 13) und im Midrasch: „Machet eine Bewahrung (einen schützenden Zaun) für meine Vorschrift“ (Midrasch, Jew. 21a).
  10. Vgl. Yuval Lapide, Gedenkkultur im Judentum, FrRu NF 20 (2013) 162–172.
  11. Originaltitel „The Fiddler on the Roof“ nach dem jiddischen Roman von Scholem Alejchem „Tewje, der Milchmann“, Musik von Jerry Bock, Text von Joseph Stein und Sheldon Harnick, Uraufführung am Broadway 1964.

Jahrgang 21 / 2014 Heft 4 S. 181−188


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