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Elisabeth E. Weidinger

In memoriam Monsignor Dr. Alwin Renker

17. September 1931 − 6. Dezember 2013

Am Morgen des 6. Dezember 2013 ist Dr. Alwin Renker, Herausgeber und 1. Vorsitzender des Vereins Freiburger Rundbrief e. V. in das Reich Gottes, das er als katholischer Priester mehr als 53 Jahre lang verkündet hat, heimgegangen. Für sein pastorales Umfeld, aber insbesondere für den Freiburger Rundbrief ist sein Tod ein schwerer Verlust.

Alwin Renker hat viele Jahrzehnte in verschiedensten Aufgabenbereichen die Botschaft der Heiligen Schrift, insbesondere des Alten (Ersten) Testamentes im Geist seines akademischen Lehrers, des Freiburger Alttestamentlers Prof. Dr. Alfons Deissler, erschlossen und verkündet. In eigens eingerichteten Hebräisch-Kursen vermittelte er Priesteramtskandidaten und Studierenden für das Lehramt an Gymnasien Grundkenntnisse des biblischen Hebräisch und damit einen Zugang zur Lebens- und Glaubenserfahrungen der Menschen des Alten Testaments  und des Judentums.

Als Religionslehrer, erst am Berthold Gymnasium und später am Kepler Gymnasium in Freiburg, begleitete Alwin Renker zu Beginn der 1970er Jahre die Reform der gymnasialen Oberstufe in ganz Baden-Württemberg und verankerte das Fach Religionslehre – gemeinsam mit seinen evangelischen Kollegen – im Kanon der abiturrelevanten Fächer. Als Mitglied der Lehrplankommission Hebräisch in Baden-Württemberg war er 1977/78 auch aktiv an der Einführung des Hebräischunterrichts als Grundkurs an Gymnasien und als mündliches Abitur-Prüfungsfach beteiligt.
 
In dieser Funktion und als leitendes Mitglied im Verband Katholischer Religionslehrerinnen und -lehrer in der Erzdiözese Freiburg hat er Generationen von Lehrkräften in unzähligen Arbeitshilfen, in tiefgründigen Kommentaren und kontinuierlich bei Fortbildungstagungen fachliche Kompetenz für „Zentralthemen des Alten Testaments“  und didaktische Anregungen vermittelt.

Daraus ergab sich auf Einladung von Gertrud Luckern „in einem eindrucksvollen Privatissimum, das keinen Widerspruch duldete“ logisch und konsequent die Teilhabe am jüdisch-christlichen Dialog und die Mitarbeit beim Freiburger Rundbrief.

Bereits 1979 beteiligte sich Dr. Renker als Rezensent.  In derselben Ausgabe erschien auch eine Besprechung seiner 1977 angenommenen Dissertation „Die Tora bei Maleachi“. 1983 wurde Prof. Dr. Alwin Renker, Direktor des Instituts für Religionspädagogik in Freiburg, als Nachfolger von Prof. Lothar Mattheiss (1923–1983), stellvertretender Vorstand des Freiburger Rundbriefs e. V. 

Als nach dem Tod von Dr. Gertrud Luckner (1900–1995) auf den ausdrücklichen Wunsch des Freiburger Erzbischofs Dr. Oskar Saier die Neugründung des Vereins Freiburger Rundbrief e. V. und die Neuauflage der Zeitschrift in seiner neuen Form (FrRu NF) beschlossen wurde, übernahm Alwin Renker das Amt des Ersten Vorsitzenden und des Herausgebers des Freiburger Rundbriefs.

Nach Beendigung seines Dienstes als Direktor des Instituts für Religionspädagogik in Freiburg widmete er sich – neben seinem pastoralen Dienst – mit Herz und Seele dem Freiburger Rundbrief, sowohl geistig wie auch materiell und finanziell. Er knüpfte viele neue Beziehungen und pflegte den Kontakt mit den Beziehern. Er nahm auch die bereits von Gertrud Luckner gepflegte Tradition der Teilnahme an den Katholikentage und den Kirchentagen wieder auf.

Die Arbeit für den Freiburger Rundbrief wurde zu seiner Lebenssaufgabe, die er mit aufopferndem Eifer und persönlichem Einsatz bis kurz vor seinem Tod getragen hat.



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