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Msgr. Prof. Dr. A. C. Ramselaar

Die jüdisch-christlichen Beziehungen in den Niederlanden

I.

Die Juden haben in den Niederlanden eine ganz eigene Geschichte und einen eigenen Platz im Volksleben. Auch in den Niederlanden hatte ihr Leben den Charakter der Verbannung, aber in wenig Ländern war das jüdische Leben so verwoben mit dem der Bevölkerung wie dort. Drei Faktoren haben hierzu besonders beigetragen:

  1. Die Konzentration der jüdischen Bevölkerung in Amsterdam.
  2. Das Verhalten der niederländischen Bevölkerung gegenüber den Juden.
  3. Der Zweite Weltkrieg.
1. Das jüdische Leben hat sich vor allem auf Amsterdam konzentriert.

In Amsterdam konnten die Juden eine Gemeinschaft von Bedeutung bilden. Der Rest war, vor allem in den Provinzstädten, in kleine Gruppen verstreut. Diese spielten praktisch keine Rolle. Die Juden hatten großen Anteil an der Entstehung Amsterdams als Handelsstadt, am Wachsen Amsterdams zur modernen Großstadt und an der Geistesbildung des in allen Farbschattierungen schillernden Amsterdam mit seinem Humor und seiner Ironie, mit seiner Selbstverspottung und seinem munteren Gleichmut, mit seinem eigenen Geistesleben, seiner eigenen künstlerischen Prägung und seinem nimmermüden Handelsgeist.

Amsterdam, zugleich die repräsentativste Stadt Hollands und doch so unholländisch wie nur eine Stadt in Holland sein kann, weil sie ein ganz eigenes Leben führt, losgelöst von „der Provinz“ und immer mit einem Seitenblick nach der Welt, eine freie Stadt mit viel Menschenliebe und gegenseitigem Verständnis. Die Juden waren stark beteiligt an der Verwaltung der Stadt. Die große Ausdehnung der Stadt nach 1900 ist zu einem großen Teil den jüdischen Verwaltungsmitgliedern zu verdanken. Die Juden waren auch sehr beteiligt am Handel und der Industrie, am Geschäftsbetrieb, an Publizität und Vergnügungsleben.

Die Juden liebten Amsterdam. Sie hatten einen eigenen Namen dafür, der von der ganzen Bevölkerung des Landes als Zuname übernommen wurde: Groot-Mokum (Makom = Platz). Er erinnert an Neu-Jerusalem. Sie haben die Sprache mit einer großen Anzahl hebräischer und jiddischer Worte und Ausdrücke bereichert. Die Juden hatten einen großen Anteil auch am kulturellen Leben, an Wissenschaft, Literatur, Musik und Journalistik.

Sie gehörten zum Bild Amsterdams, und durch den Einfluss Amsterdams auf das gesamte kulturelle Leben Hollands haben sie auf das ganze holländische Leben großen Einfluss gehabt. Sie waren bis zu einem gewissen Grad in das niederländische Leben integriert.

2. Das Verhalten der niederländischen Bevölkerung gegenüber den Juden.

Auch Holland und auch Amsterdam waren nicht frei von Antisemitismus, aber er erreichte nie ein virulentes Stadium. Die jüdisch-christlichen Beziehungen konnte man im Allgemeinen als gut bezeichnen, und vor allem die Geschäftsleute prägten ihren Kindern Respekt vor den Juden und mehr noch vor dem Judentum ein.

a) Dies hing zusammen mit der Herausbildung eines eigenen niederländischen Volkstums seit dem „Achtzig“-(bzw. „Dreißig“-)jährigen Krieg (1648 Westfälischer Friede). Die Niederländer hassten die Spanier. Die aus Spanien und Portugal vertriebenen Juden wurden mit Sympathie aufgenommen.

Das protestantische Holland musste eigene Glaubensgenossen als Flüchtlinge aufnehmen, und zwar aus Frankreich während der Religionskriege im 16. Jahrhundert. In seiner Freiheilsliebe wurde Holland von selbst ein Zufluchtsort für die Unterdrückten.

b) Außerdem spielte hier der alttestamentliche Gedanke der Kalvinisten eine Rolle. Die Prädestinationslehre bewirkte ein besonderes Verständnis für das auserkorene Volk. Das Lesen der Bibel schuf Vertrautheit mit den jüdischen Gebräuchen und Symbolen. Unter der christlichen, vor allem der protestantischen Bevölkerung des Alten Holland gibt es ungezählte alttestamentliche, typisch jüdische Namen.

Auch die mehr eschatologische Denkart gab den Protestanten ein gewisses Verantwortungsgefühl gegenüber den Juden. Leider gab dieses Gefühl ihren Bemühungen auch einen stark proselytenmacherischen, missionierenden Charakter. Dies entsprach ganz dem Geist der Zeit. Die Tatsache, dass im 19. Jahrhundert sehr viele Juden zum Protestantismus übertraten, und zwar nicht einfach nur als „Entreebillet zur Europäischen Kultur“, beweist, dass eine gewisse Atmosphäre des Wohlwollens herrschte.

Unter den Katholiken war das Interesse viel schwächer. In Amsterdam hatten die Katholiken wenig Einfluss, da sie eine kleine Minderheit bildeten mit nur einer kleinen intellektuellen Oberschicht. Durch ihren stark apologetischen Einschlag lebten die Katholiken in den Niederlanden in einer ausgesprochenen Isolierung. Es bestand eine apologetische Vereinigung, „Petrus Canisius“, die später umgetauft werden sollte in das „Oekumenische Werk St. Willibrord“. Dieses hatte eine Kommission für Israel. Der Kapuzinerpater Constantinus wurde bekannt durch sein Buch „Christus und Israel“.

Auch der Redakteur der Zeitung „Maasbode“, der katholisch gewordene Jude J. H. Boas, schrieb ein Buch „Israels Stunde“, das in einer apologetischen Serie erschien, nicht frei von Vorurteilen gegenüber den eigenen früheren Glaubensgenossen war und stark missionarischen Charakter hatte.

Stärkeres Interesse wurde hervorgerufen durch eine katholisch gewordene Jüdin, Francisca van Leer, eine sehr merkwürdige, feurige jüdische Frau, die ganz deutlich ihre Jüdischkeit nicht verleugnen wollte, als sie katholisch wurde.
Sie war eine inspirierende Kraft bei der Errichtung der Genossenschaft „Amici Israel“, deren Gründer die niederländischen Patres A. v. Asseldonk und L. Himmelreich waren. Sie hatte ihren Sitz in Rom und war vor allem auf internationale Zusammenarbeit gerichtet. Diese Genossenschaft wurde 1928 vom Heiligen Stuhl aufgelöst. Bei dieser Gelegenheit wurde der Antisemitismus ausdrücklich verurteilt. Diese Auflösung war begründet mit Tendenzen, welche im Widerspruch stünden „zum Geist der Kirche, der Kirchenväter und der Liturgie“. Wie in Frankreich gab es eine Erzbruderschaft, die vor allem den Zweck hatte, für die Bekehrung Israels zu beten.

Um der Wahrheit willen muss noch gesagt werden, dass es unter den Katholiken auch stark antisemitische Tendenzen gab unter dem Einfluss der nationalistischen Strömungen, die der suggestiven Kraft der deutschen anti-jüdischen Hetze nicht widerstehen konnten.

3. Der Zweite Weltkrieg.

Die Judenverfolgung, die mit der größten Scheinheiligkeit in Holland schon rasch nach der Besetzung begann, hat unter der gesamten Bevölkerung eine gewaltige Entrüstung hervorgerufen. Mit Recht ist darauf hingewiesen worden, dass diese Sympathie für die Juden in erster Linie einen Widerstand gegen die verhasste Besatzungsmacht bedeutete.

Aber dieser Widerstand war nicht nur der Widerstand eines unterdrückten Volkes. Gerade durch die deutsche Propaganda wurden sich alle Christen deutlicher denn je der Tatsache bewusst, dass der Gott Hitlers nicht ihr Gott war, und dass es im Wesen gegen die gesamte jüdisch-christliche Tradition ging. Die Hilfe für die Juden, die keineswegs gering gewesen ist, bedeutete einen Kampf um den Menschen.1

II.

Nach dem Krieg sind die jüdisch-christlichen Beziehungen in eine ganz neue Phase eingetreten.

1. Nur wenige Juden sind zurückgekehrt. Von den 150 000 niederländischen Juden der Vorkriegszeit, von denen allein rund 120 000 in Amsterdam lebten, haben nur 16 000 Juden die Hölle Hitlers überlebt. Ihr direkter Einfluss war gebrochen. Die Ruinen im jüdischen Stadtviertel waren das sichtbare Zeichen der Katastrophe. Nie zuvor hat jedoch das Judentum an und für sich eine derartige Bedeutung und einen solchen Einfluss gehabt wie nach dem Zweiten Weltkrieg.

Die Frage nach den tieferen Hintergründen ist aufgetaucht.

Das Nachdenken über das Geschehene hat ganz neue Gefühle von Mitleid und Entrüstung geweckt, hat aber auch die Augen geöffnet für die fatale Kraft des Vorurteils und des Missverständnisses hinsichtlich der Juden und des Judentums.

Das Aufsehen, welches das Tagebuch der Anne Frank gemacht hat, ist eine Illustration der ganzen Ansammlung von Gefühlen und Reaktionen, die schwerlich genau analysiert werden können. Vielleicht spielt in dem enormen Interesse für Israel ein Kompensationsdrang für alte Schuldgefühle mit.

2. Es gibt aber unbestreitbar auch einen völlig neuen Faktor im Interesse am Judentum als solchem. Es geht nicht nur um einen Durchbruch im jüdisch-christlichen Verhältnis, so wie es zufällig in den Niederlanden gewachsen war, sondern um einen Durchbruch im Verhalten des Christentums in seiner Gesamtheit gegenüber dem Judentum seit der frühchristlichen Zeit.

Das Leben der christlichen Kirchen hat eine Vertiefung erfahren. Die Besinnung auf ihr eigenes Wesen und ihre Aufgabe in dieser Welt hat die Christenheit zu einem neuen Verlangen nach Einheit und nach einem reinen Zeugnis hinsichtlich des letztendlichen Heils der Welt gebracht.

Darin ist das Judentum engstens mit einbezogen. Darum ist ein Streben nach der Einheit der Kirche nicht möglich ohne Besinnung auf den jüdischen Ursprung und die Berufung und letztendliche Bestimmung des jüdischen Volkes im großen Gottesplan.

Das verlegt das jüdisch-christliche Verhältnis auf die ökumenische Ebene. Das bewirkt, dass das jüdisch-christliche Verhältnis nicht nur eine Frage der menschlichen Verhältnisse ist, sondern auch die Frage eines Weltproblems, nämlich die Frage nach dem Sinn der menschlichen Geschichte und dem Verhältnis der Völker untereinander und der Bedeutung des Fortbestehens des jüdischen Volkes mitten unter ändern Völkern. – Dadurch ist das Verhältnis der Christen zu den Juden in eine ganz neue Perspektive geraten.

Die Protestanten haben sich mehr mit dieser Frage befasst als die Katholiken, aber es ist erfreulich, zu sehen, dass es nicht nur die protestantische Regsamkeit war, die das katholische Interesse für Israel geweckt hat.

Gerade in Frankreich und in Deutschland haben die katholischen theologischen Strömungen und Bibelstudien diese Frage auch aufgeworfen.

In Holland haben die protestantischen Kirchen praktisch alle einen eigenen Rat oder ein Organ, das sich mit den Beziehungen zum Judentum beschäftigt. In der protestantischen Welt arbeiten alle diese Institutionen mit im I.C.I. (Interkerkelijk Contact voor Israel) zusammen.

Bemerkenswert ist vor allem das, was von der größten protestantischen Gruppierung, der Nederduits Hervormde Kerk, ausgegangen ist. In den neuen Glaubenssätzen (Grundlagen und Ausblicke des Bekenntnisses) stehen zwei Artikel, die den Platz Israels gegenüber der Kirche umschreiben.

1960 ist im Auftrag der Generalsynode eine Studie über Israel und die Kirche zusammengestellt worden, die eine kurzgefasste, aber sehr inhaltsreiche Theologie hinsichtlich Israels und der Kirche enthält. Diese beiden Dokumente haben einen großen Einfluss auf das gesamte kirchliche Leben der Protestanten, sodass das religiöse Interesse für Israel dort allgemein zu werden beginnt.

Im katholischen Kreis hat das Interesse für Israel vor allem Gestalt bekommen im Katholischen Rat für Israel. Dieser wurde im Jahre 1950 gegründet als ein Teil der großen ökumenischen Werkgemeinschaft, der St. Willibrordvereinigung, welche unter der Leitung des Episkopates steht. Dadurch stand auch das Israelwerk unter der Leitung des Episkopats und war nicht mehr nur ein individueller Versuch, das Interesse zu wecken.

Aus der Tatsache, dass das Werk zur Entfaltung der jüdisch-christlichen Beziehungen aufgenommen worden war in das ökumenische Werk, ergibt sich schon, dass der Katholische Rat für Israel sich absolut nicht als eine Missionsgenossenschaft fühlt. Er betont den ökumenischen Aspekt, der in dem jüdisch-christlichen Verhältnis liegt, nämlich den Glauben an die letztendliche Einheit der Kirche mit den Juden und die Grundlage der Einheit in der Auserwählung der Kirche als Gottesvolk aus Juden und Völkern.

In erster Linie steht jedoch das Streben, die Katholiken selbst zu einer richtigen Einstellung gegenüber den Juden zu bringen. Dies wird die Grundlage dafür sein, jemals mit dem Judentum zu einem Gespräch zu kommen.

Der Katholische Rat hat damit begonnen, Israel-Tage und Konferenzen zu organisieren.

Die Studienkommission hat eine Sammlung von Aufsätzen über die Kirche und Israel unter der Leitung von Pater Pauwels O.P. herausgegeben (Het mysterie van Israel, Utrecht, Spectrum 1957).

Der Rat veröffentlicht eine Dreimonatszeitschrift „Christus und Israel“, welche im Oktober 1960 ihren dritten Jahrgang abschließt.

Ein besonderer Erfolg wurde es, dass die theologische Fakultätsvereinigung der Katholischen Universität Nijmwegen dieses Frühjahr eine Reihe von sechs Vorträgen über Israel organisiert hat, welche von sechs Rednern bestritten wurde, unter denen vier Autoritäten von jüdischer Seite – unter anderem der Botschafter von Israel – und zwei Mitglieder des Katholischen Rats ein ausführliches Referat über Israel vor einer vollen Universitäts-Aula hielten.

Der Katholische Rat lieh seine Mitarbeit auch bei der Propaganda für eine Entwicklungsanleihe an Israel. Es besteht gute Zusammenarbeit mit den protestantischen Organen für das jüdisch-christliche Verhältnis.

III.

Die Ergebnisse der zehnjährigen Arbeit beginnen in Form eines rasch anwachsenden Interesses für Israel sichtbar zu werden. Natürlich wird dieses Interesse vor allem geweckt durch die Geschehnisse, aber es scheint, dass dieses Interesse sich ständig an den Rat wendet, um Informationen und Unterstützung zu erhalten. In allen großen Tageszeitungen erscheinen regelmäßig oft sehr ausführliche Korrespondenzen über Israel und das Judentum.

Israel ist Gegenstand eines gewissen Konkurrenzkampfes der Sympathien geworden, sodass von jüdischer Seite bereits die Befürchtung ausgesprochen wird, dass die Saiten dieser Sympathie einmal zu stark gespannt werden könnten.

Unzweifelhaft wächst auch das Vertrauen zwischen der jüdischen Gemeinschaft und den verschiedenen Kirchen, das zuerst einen Schock bekommen hatte durch das Problem der Erziehung einiger jüdischer Kinder, welche während des Krieges von katholischen Pflegeeltern getauft worden waren.

Die persönlichen Kontakte sind zahlreicher geworden, und die jüdische Presse widmet den Bestrebungen von christlicher Seite zur Verbesserung des jüdisch-christlichen Verhältnisses immer mehr Aufmerksamkeit.

Aussicht

Das christlich-jüdische Verhältnis ist im Laufe von neunzehn Jahrhunderten so erstarrt, so grundlegend gestört und verdorben, dass es klar ist, wie sehr sich die jüdisch-christlichen Beziehungen noch in einem sehr primitiven Entwicklungsstadium befinden.

Die allererste Aufgabe wird es sein, den Antisemitismus zu bekämpfen. Dieser ist vor allem latent vorhanden.

Es ist schmerzlich, dass dieser Antisemitismus vor allem auf Grund einer völligen Unkenntnis des jüdischen Lebens und der jüdischen Geschichte weiterbesteht, aber außerdem noch gespeist wird durch allerlei verkehrte Vorstellungen hinsichtlich des jüdischen Glaubens, welche im Religionsunterricht geschaffen werden.

Die Bekämpfung des Antisemitismus verlangt daher als besondere Aufgabe eine umfassende Unterrichtung hinsichtlich des Judentums und aller Aspekte des jüdischen Lebens, sowohl in Israel als auch außerhalb, und vor allem auch hinsichtlich des jüdischen Menschen.

Es ist klar, dass das jüdisch-christliche Verhältnis in seinem Wesen nicht durch diplomatische Beziehungen zwischen dem Vatikan und dem Staate Israel verbessert werden kann, und auch nicht durch gegenseitige Freundlichkeitsbezeugungen hochstehender Persönlichkeiten, sondern dass es sich erst ändern wird, wenn die gesamte christliche Gemeinschaft durchdrungen ist vom Bewusstsein der Stellung des jüdischen Volkes im Heilshandeln Gottes und von der aufrichtigen Liebe, welche etwas gutmachen möchte von den vielen Leiden, welche über die Juden gekommen sind durch zahllose Verfolgungen vor allem in den christlichen Ländern.

Es wird den Katholiken klar werden müssen, dass es beim jüdisch-christlichen Verhältnis nicht nur um jene ganz kleine Minderheit von Menschen geht, die Jesus Christus abgewiesen haben, wie dies noch viel größere Volksmassen getan haben, sondern dass dieses Verhältnis ein weltumfassendes Problem darstellt. Alle Menschen in der ganzen Welt werden ihm dauernd gegenübergestellt. Alle Menschen in der ganzen Welt werden in ihrer eigenen Glaubenskenntnis und ihrem eigenen Glaubensleben den Einfluss einer vertieften Einsicht in Gottes Handeln mit dem jüdischen Volk erfahren.

Das Verhalten der Völker gegenüber dem jüdischen Volk bedeutet immer viel für den Frieden und die Gerechtigkeit in der Welt.

Die Veränderungen im jüdisch-christlichen Verhältnis haben in diesem Jahrhundert einen so raschen und dramatischen Verlauf genommen, dass man wohl gespannt diese Entwicklung verfolgen muss und große Erwartungen für das Wachsen der Kirche in der Einheit Christi hegen kann.

  1. Als Ergänzung dieses Absatzes bringen wir anschließend an den Beitrag von Msgr. Ramselaar die Zuschrift, die uns von Prof. van Oyen zum 26.9.1960 zugegangen ist. Die Schriftleitung des FrRu.

XII. Folge 1959/60, Nr. 49, September 1960, S. 13–16


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