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Lorenz Hein

Gabriel Riesser und sein Kampf um die Gleichstellung der Juden

Vorkämpfer der Emanzipation der Juden in Deutschland

Die naturrechtliche Begründung der Gleichheit aller Menschen in der Nordamerikanischen Unabhängigkeitserklärung (Declaration of Independence, 4. Juli 1776) und in der Proklamation der Menschenrechte vom 26. August 1789 im Rahmen der Französischen Revolution bildet den  Ausgangspunkt der Emanzipation der Juden. Die napoleonischen Kriege brachten für die Juden den Fall der Gettomauern. Der Wiener Kongreß von 1815 überließ die Verbesserung der Lage der Juden den deutschen Bundesstaaten.1 Bis zur vollen Emanzipation der Juden war noch ein langer Weg.

In diesen Zusammenhang gehört das Wirken des deutschen Juden Gabriel Riesser (1806–1863), der zu den herausragenden Gestalten im Ringen um die deutsche Einheit und die Gleichberechtigung der Juden zählt.2 Gabriel Riesser, geboren am 2. April 1806 in Hamburg, entstammte einer Rabbinerfamilie. Nach einem glänzenden Abitur am Johanneum (1824) begann er an der Universität Kiel mit dem Studium der Rechtswissenschaft. Dort lehrte seit 1814 Nicolaus Falck (1784–1850), ein Befürworter der Judenemanzipation.3  In Kiel wohnte Riesser bei dem Theologen Johannes Friedrich Kleuker (1749–1827), der ein gründlicher Kenner der Kabbala war und als Herausgeber des  "Zend Avesta" einen Namen hatte. Durch Kleuker wurde Riesser mit dem Gedankengut von Herder vertraut gemacht. Die Begegnung mit Falck und  Kleuker – beide waren übrigens mit Claus Harms4 befreundet – ist mit ein Grund dafür, daß es Riesser weithin gelungen ist, christlichen Gegnern gerecht zu werden.

1826 bestand Riesser in Heidelberg sein juristisches Doktorexamen mit  ‚summa cum laude‘. Gern hätte er sich habilitiert oder als Rechtsanwalt in  seiner Heimatstadt Hamburg gewirkt. Dafür hätte er seinen jüdischen Glauben aufgeben müssen. Um für die Aufgabe, die er als seine Berufung empfand – die Erkämpfung und Verteidigung der bürgerlichen Gleichstellung der Juden –, gerüstet zu sein, ging er 1827 nach München, wo seit 1826 der  Reformkatholik und Sozialethiker Franz Xaver von Baader (1765–1841) auf sich aufmerksam machte, und studierte Philosophie. In zahlreichen Schriften stellte er die Menschenrechte als unaufgebbaren sittlichen Wert heraus, der die völlige Emanzipation der Juden mit beinhaltet.

Gabriel Riesser 

Gabriel Riesser − Relief im Hamburger Rathaus.
Foto: Andreas Hein.

Riessers publizistische Tätigkeit, die auch schärfsten Gegenangriffen gewachsen war, zeigte Wirkung. Mehr und mehr wurde als Unrecht der Zeit erkannt, Juden ihr Anrecht am Vaterland zu bestreiten, nur weil sie an ihrer ererbten Religion festhalten. Noch 1836 verweigerte ihm Kurhessen, wo er sich publizistisch niederlassen wollte, das Bürgerrecht. 1840 gelang ihm der Durchbruch. Vom Hamburger Senat wurde er zum Notarius publicus ernannt. Als zweiter Vorsitzender des Hamburger jüdischen Tempelvereins  vertrat er die liberale Position einer historischen Fortbildung des Judentums  im Sinne des von Abraham Geiger herausgegebenen Blattes ‚Wissenschaftliche  Zeitschrift für jüdische Theologie‘. Die religiösen und gesellschaftlichen Problemfelder des Talmuds wurden neu interpretiert, durchaus mit Anleihen von ‚modernen‘ christlichen Theologen wie Friedrich Schleiermacher. Bald zählte Riesser zum Kreis der politisch und gesellschaftlich anerkannten Persönlichkeiten.

1848 wurde er als Abgeordneter des Herzogtums Lauenburg in das Frankfurter Vorparlament und die Nationalversammlung gewählt.5 Hier fiel er auf als Patriot und Vorkämpfer für die deutsche Einheit. Kirchlicherseits regte sich heftiger Widerstand, weil er im Sinne der Grundartikel der geplanten Reichsverfassung für die Trennung von Staat und Kirche optierte. Grundsätzlich galt sein Einsatz der Zubilligung voller Rechte für Minderheiten. Eine Reise in die USA 1856 war mit herben Enttäuschungen  verbunden. Die Unterdrückung der Schwarzen im klassischen Land der Menschenrechte machte ihm schwer zu schaffen. 1860 erfolgte seine Berufung als Richter an das Hamburger Obergericht, das ihm zwei Jahrzehnte vorher die Zulassung zur Advokatur verweigert hatte. Damit war er der erste  jüdische Höchstrichter in Deutschland. Sein Todestag ist der 22. April 1863.

Jude, aber Deutscher

1830 trat Riesser zum ersten Mal an die Öffentlichkeit mit der Schrift Über die Stellung der Bekenner des mosaischen Glaubens in Deutschland, an die Deutschen aller Konfessionen gerichtet.6 Diese Schrift, die in brillanter Sprache mit starken Argumenten die Gleichstellung der Juden und deren Gleichachtung anmahnt, erregte Aufsehen und verwickelte ihn in eine heftige Polemik mit dem Heidelberger Theologen Heinrich Eberhard Gottlob Paulus (1761–1851), einem konsequenten nationalistischen Bibelexegeten.7 Paulus antwortete Riesser mit der Schrift: Die jüdische Nationalabsonderung.8 Als aufgeklärter Kirchenrat und Theologieprofessor wollte er den Juden durchaus ‚menschenfreundlich‘ begegnen, ihnen jedoch wegen ihrer Nationalabsonderung die volle Emanzipation nicht zubilligen. Diese Art Judenfreundlichkeit weist Riesser in seiner Replik9 zurück, nennt sie unter Verweis auf Mt 9,16 Flickwerk und kehrt mit Leidenschaft heraus:

„Uns  vorzuhalten, daß unsere Väter vor Jahrhunderten oder Jahrtausenden  eingewandert sind, ist so unmenschlich als es unsinnig ist. Wir sind nicht  eingewandert, wir sind eingeboren.”10

In der von ihm herausgegebenen Zeitschrift ‚Der Jude‘ streicht er den Grundsatz der Willensnation heraus:

„Wir wollen dem deutschen Vaterland angehören, wir werden ihm allerorten angehören ..., willig werden wir ihm alles opfern, nur Glauben und Treue, Wahrheit und Ehre nicht.”11

1832 ruft er aus:

„Wer mir den Anspruch auf mein  deutsches Vaterland bestreitet, der bestreitet mir das Recht auf meine Gedanken, meine  Gefühle, auf die deutsche Sprache, die ich rede ...; darum muß ich mich gegen ihn wehren  wie gegen einen Mörder.”12

Sprache als geistige Waffe wie bei Luther

Riesser war Meister der deutschen Sprache, ein glänzender Stilist und Redner.13 Den Sieg seiner Überzeugungen will er, wie er nachdrücklich betont, in der ‚Sprache Luthers‘ erreichen.

„Es ist die Sprache Luthers und Ulrich Huttens,  mit deren mächtigen Tönen wir deutsche Herzen für unsere gute Sache zu gewinnen streben müssen.”14

Luther hatte 1520 in der Schrift "An den christlichen Adel deutscher Nation von des christlichen Standes Besserung" in unmißverständlicher Sprache Strafzumessungen geistlicher Gerichte, insbesondere des Interdikts, als ‚Erfindung des bösen Geistes‘ angeprangert.

Denselben bösen Geist sieht Riesser am Werk, wenn protestantische Geistliche im Rahmen der Institution der Staatskirche dahin wirken, daß Juden Bürger minderen Rechts bleiben. Wie Luther auf theologischem Gebiet  aus dem Evangelium die ‚Freiheit eines Christenmenschen‘ abgeleitet hat, so will er auf staatsrechtlicher Grundlage die politische Freiheit eines ,Judenmenschen’ erstreiten. Die Ausfälle Luthers gegen die Juden will Riesser  zeitgeschichtlich verstehen. Dabei macht er auf einen wichtigen Unterschied  aufmerksam.

„Die Intoleranz unserer Zeit verhält sich zum Religionseifer des  Mittelalters [und Luthers] wie die Lüge zum Glauben, ... damals war neben  dem glühenden Haß eine glühende Liebe und ein unüberwindlicher Mut ...  Man unterdrückte die andersglaubende Minderzahl mit unerhörter  Grausamkeit, man war aber auch bereit, den eigenen Glauben gegen die gewaltige Übermacht mit Heldenkühnheit zu behaupten.”15

Einen solchen  ‚starken Glauben‘ vermochte Riesser in der Christenheit seiner Zeit kaum zu entdecken.

Lessing und Herder als Organe der Humanitätsidee

Riesser verschweigt nicht seine Sympathie für Moses Mendelssohn. Lessing und Herder nehmen für ihn den Rang von modernen Propheten ein, die „die  Menschen zu sich emporziehen“, und zwar in der Weise, daß Menschen menschlich werden und niemanden in Gettos – auch nicht im übertragenen Sinn – einsperren.16 In der Schrift "Einige Worte über Lessings Denkmal an die  Israeliten Deutschlands gerichtet"17 bezeichnet er Lessing als ‚Helden der Glaubensfreiheit‘, der Mut macht, die ‚Sache der Humanität‘ auszuhalten. Er lobt Lessings Wahrheitsbegriff, nach dem das reine Streben nach der  Wahrheit den sittlichen Wert des Menschen ausmacht.18 Im Bemühen, Lessings Toleranzidee, die eine conditio sine qua non für die politische und bürgerliche Gleichstellung der Juden mitbeinhaltet, eine staatsrechtliche Grundlage zu  verschaffen, kann er sich stets neu ‚an dem Bilde des weisen Nathan‘ laben.19 In Nathan ist Moses Mendelssohn abgebildet, der jüdische Philosoph der Aufklärung. Mit den der Aufklärung zugetanen Juden konnte Riesser sprechen: Zweimal hat Gott den Juden einen Moses geschenkt, einmal den der Thora und sodann Moses Mendelssohn. Von Moses bis Moses – das ist  Gottes Gabe an die Juden.

Den anderen ‚großen Propheten‘ der Neuzeit erblickt Riesser in Johann Gottfried Herder.20 Diesem Dichter und Kirchenmann verdankte er vor allem sein Lutherbild. In Herders Beschreibung des ‚Antilutheraners‘ konnte Riesser sein Grundanliegen wiederfinden.

„Der Mensch, der im Luthertum oder in einer protestantischen Kirche Gewissen und klare Überzeugung  aufheben will, ist der ärgste Antilutheraner. Er hebt das Principium der  Reformation, ja aller gesunden Religion ... nämlich Freiheit des Gewissens auf; er verdammt Luther, alle seine Gehilfen, alle freien, wahren Männer der Vorzeit in ihren Gräbern.”21

Diese Worte Herders hat Riesser den Gegnern der vollen Judenemanzipation als Spiegel vor Augen gehalten.

Wider die Idiosynkrasie

„An allem sind Juden schuld!”, ein Pauschalurteil, mit dem Riesser sich immer wieder auseinandersetzen mußte. Das konservative Berliner politische Wochenblatt läßt 1838 verlauten, das „Hannöversche Staatsgrundgesetz  werde lediglich noch von liberalen Juden verteidigt“.22 Richard Wagner versteigt sich 1850 in seiner Polemik gegen Felix Mendelssohn Bartholdy zu der Behauptung, „das Judentum ist das üble Gewissen unserer modernen  Zivilisation“.23 Der reaktionäre Literaturkritiker und Hauptgegner der liberalen Bewegung ‚Junges Deutschland‘, Wolfgang Menzel, protestiert 1835 in dem von ihm redigierten ‚Literaturblatt‘ gegen die volle Gleichberechtigung der Juden im Namen der verletzten Sittlichkeit und Religion.24 Empört vermerkt Riesser dazu, „daß auch Wahrhaftigkeit ... und Schonung des guten  Leumunds seiner Nebenmenschen ... ein Element der Sittlichkeit bilden” und  verweist dabei auf Sprüche 12,22 (Lügenmäuler sind dem Herrn ein Greuel).25

Der liberale Dichter Karl Gutzkow, einer der führenden Köpfe der  Bewegung ‚Junges Deutschland’, hat die irrationale Abneigung Juden gegenüber eine ‚physisch-moralische Ideosynkrasie‘ genannt.26 Riesser sieht in der Idiosynkrasie die Quelle der Bosheit. In der Tat, sie war das Eingangstor zu dem Rassenwahn, der zur Schoa geführt hat.

Riesser ist überzeugt, die Quelle der Bosheit könne durch Liebe ausgetrocknet  werden.

„Ein weites Meer von Liebe steht unserem Herzen offen, in dem der Haß, mit dem wir ringen, wie ein Tropfen verschwindet.”27

Dieses in der christlichen Mystik und der jüdischen Kabbala bekannte Bild gebrauchte Riesser schon 1838 und wieder 1848 in Reden, die er als Vizepräsident der  Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche gehalten hat. Die  Umsetzung der allgemeinen Menschenliebe in Gesetze, die Minderheiten,  wenn sie staatsloyal sind, gleiche Rechte zugestehen, mahnt Riesser an. Von den Gegnern der Emanzipation erwartet er, daß sie dem Haß absagen.

„Ihr seid dagegen“ – ruft er ihnen zu –, „nicht weil ihr Deutsche seid, nicht weil ihr Christen seid, sondern weil ihr böse Menschen seid, die sich am Hasse  laben und die gar zu gern die Quellen der Menschenliebe verstopfen.“28 

Ebenso aber anerkennt er dankbar, daß sich Christen mit ihm für die Gleichstellung der Juden einsetzen.29

Verhältnis zu Deutschtum und Christentum

Im Pro und Contra um die Gleichstellung der Juden wurde die Auffassung vertreten, Juden müßten zur Aufhebung ihrer Benachteiligungen einen geschichtspädagogischen Prozeß durchlaufen, der mit der Assimilation endet. Der Weg der Assimilation wäre dann die von der Gesellschaft gewünschte religiöse Endjudaisierung des Judentums. Von Immanuel Kant stammt der  Satz: „Die Euthanasie des Judentums ist die reine moralische Religion.”30 Riesser wehrte sich vehement dagegen, die jüdische Religion als Unwert  hinzustellen, deren Überwindung durch Assimilation erreicht werden muß. In Schleiermachers Theologie entdeckte Riesser Ähnlichkeiten mit talmudischen Grunderkenntnissen. Auf dessen Urteil, das Judentum sei ‚tot‘, ‚eine unverwesliche Mumie’, reagierte er mit Empörung.31 Riesser will zeigen, daß  dem nicht so ist. Der Jude soll als voll anerkannter Staatsbürger leben können. Wird ihm dazu Gelegenheit gegeben, dann wird deutlich: sein Glaube ist ein  lebendiger Glaube, der aus der Freude der Tora lebt. Der Staat und eine demokratische Gesellschaft haben dazu die Rahmenbedingungen zu schaffen.

Konversionen zum Christentum, die nicht aus voller Überzeugung geschehen sind, hat Riesser verworfen. Die Übertritte von Heinrich Heine (1797–1856) und Ludwig Börne (1786–1837) nennt er unwürdig und unehrenhaft. Daß  Moses Mendelssohn fest zu seiner religiösen Überzeugung stand und sich nicht durch die Bekehrungsversuche von Johann Caspar Lavater zum Glaubenswechsel verleiten ließ, stellt er als gutes Beispiel vor Augen. Die  Taufe ist kein Entree-Billet zur europäischen Kultur.32

Riesser selbst bekannte sich – wenn auch verhalten – zum liberalen Judentum. Um der Emanzipation nicht zu schaden, hat er religiöse Fragen mehr am Rande behandelt. Ihn durchdrang wie Moses Mendelssohn die Überzeugung, jüdischer Glaube, verankert in Tora und Talmud, stimmt mit der  Vernunfterkenntnis von Gott überein. 

Gabriel Riesser - Säule mit Reliefportrait 

Säule mit dem Reliefportrait von Gabriel Riesser im Neuen Hamburger Rathaus.
Foto: Andreas Hein.

Als Riesser 1860 zum Richter an das  Hamburger Obergericht berufen wurde, war sein Lebensziel erreicht: die Gleichstellung der Juden. Integration des Judentums ohne religiöse Selbstaufgabe, jüdische Identität im deutschen Vaterland. Er zeigte aber auch Verständnis für die Ängste jener Kirchenleute, die erkannt hatten, daß mit der Gewährung der vollen Judenemanzipation zwangsläufig der Anfang des Endes der Allianz von Staat und Kirche gekommen ist. Claus Harms und andere fürchteten als Folge allgemeine Glaubensgleichgültigkeit. Anders Riesser.

Wenn Christen und Juden nicht nur gleichberechtigt sind, sondern sich gegenseitig gleichachten, kommt das beiden Seiten zugute. Redliches Streiten führt dazu, daß jede Seite ich selbst besser versteht und die andere Religion achtet. Zu ‚Gleichstellung‘ muß ‚Gleichgeachtetheit‘, wie Riesser es  ausdrückt, dazukommen. Diese Gleichachtung wurde sichtbar, als 1863 Tausende Riessers Sarg folgten und als 1897 unter den Reliefportraits des neuen Hamburger Rathauses auch das Portrait von Gabriel Riesser  angebracht wurde.


* Pastor em. Dr. Lorenz Hein ist apl. Professor für Kirchengeschichte und Ökumenische Kirchenkunde an der Universität Kiel.
  1. Deutsche Bundesakte, Art. 16, Günther Franz, Staatsverfassungen, München 1950, 123.
  2. Gabriel Riesser, Gesammelte Schriften, hrsg. von Meyer Isler, 4 Bde., 1867 u. 1868,  davon Bd. 1: M. Isler, Gabriel Riessers Leben.
  3. Zu Falck vgl. Eduard Alberti, Lexikon der SHL Schriftsteller I, 1867, 198–205.
  4. Ausgewählte Schriften und Predigten, hrsg. von P. Meinhold, Flensburg 1955, 306. Zu Claus  Harms (1778–1855) vgl. TRE XIV, 1985, 447–450 (L. Hein).
  5. Uwe Barschel, Gabriel Riesser als Abgeordneter des Herzogtums Lauenburg in  der Frankfurter Paulskirche 1848/49, Neumünster 1987.
  6. In: Gesammelte Schriften ( fortan abgekürzt: Ges. Schr.), Anm. 2, II, 1–89.
  7. Zu H. E. G. Paulus vgl. BBKL VII, 1994, 96–102.
  8. Die jüdische Nationalabsonderung nach Ursprung, Folgen und  Besserungsmitteln, Heidelberg 1830.
  9. Verteidigung der bürgerlichen Gleichstellung der Juden gegen die Einwürfe des Herrn H. E.  G. Paulus, 1830, in: Ges. Schr. II, 90–184.
  10. Hans Joachim Schoeps, Gedenkworte anläßlich des 100. Todestages, in: Gabriel  Riesser und der Weg des deutschen Judentums. Vorträge und Aufsätze, hrsg. vom  Verein für Hamburgische Geschichte, Heft 11,1963, 7.
  11. Schoeps (Anm. 10), 7.
  12. Ges. Schr. IV, 320 (Börne und die Juden, 1832). Vgl. Gad Arnsberg, Gabriel  Riesser als deutsch-jüdischer Intellektueller, in : Menora, Jb. für deutsch-jüdische  Geschichte, hrsg. von Julius H. Schoeps, München/Zürich 1991,81–104.
  13. So Leo Baeck in RGG2 IV, 2034. S. Anm. 61.
  14. Ges. Schr. II, 89, Über die Stellung der Bekenner des mosaischen Glaubens.
  15. Ges. Schr. II, 19 (Anm 14).
  16. Ges. Schr. II, 56 (Briefe, Febr. 1838).
  17. Ges. Schr. IV, 1–35.
  18. Lessing, Duplik 8, 27. Vgl. Hans Graß, Lessing als Theologe, in: LUTHER, 50.  Jg., 1979, 114. Zu G. E. Lessing (1729–1781) vgl. TRE XXI, 1991, 20–33 (G.  Hornig).
  19. Ges. Schr. IV, 35.
  20. Zu J. G. Herder (1744-1803) vgl. TRE XV, 1986, 70–95 (E. Herms).
  21. Suphan Ausgabe XI, 203 (Brief an Theophron, nach: P. Meinhold, Kirchl.  Historiographie II, 124.S.
  22. Ges. Schr. IV, 60 ( Briefe, Febr.1838 ). Gemeint ist das „Hannöversche  Staatsgrundgesetz“ vom 26. Sept. 1833.
  23. Ges. Schriften und Dichtungen, hrsg. von W. Golther, Bd.585, 85.
  24. Literaturblatt 1835, Nr. 110. Zu Wolfgang Menzel (1798–1873) vgl. ADB 21,  382–384.
  25. Ges. Schr. IV, 123 (Briefe, Juni 1838).
  26. Schoeps (Anm. 7),14.
  27. Ges. Schr. IV, 113 (Briefe, Mai 1838).
  28. Ges. Schr. IV, 321 (Börne und die Juden).
  29. Ges. Schr. IV, 328 (Briefe, März 1841).
  30. AA 7, 1903, 53 (Der Streit der Fakultäten, 1798).
  31. F. Schleiermacher, Über die Religion, 1799; Neuausgabe 2. Aufl. 1906, 176 und 73.
  32. Ges. Schr. II, 26. Vgl. Schoeps (Anm. 7) 69.

Jahrgang 8/2001, Heft 1, S. 5−12.


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