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Gertrud Luckner
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Notizen Jahrgang 18  /  2011 Heft 3

Das israelische Außenministerium hat einen Katalog von Fragen und Antworten zur internationalen Diffamierungskampagne gegen Israel zusammengestellt, der seit Dezember 2010 in bisher neunzehn Folgen im Newsletter der Botschaft des Staates Israel in Berlin veröffentlicht wurde. Die Reihe behandelt aktuelle Fragen wie: Was ist Zionismus? Ist alle Kritik an Israel antisemitisch? Gibt es einen Unterschied zwischen Antisemitismus und Antizionismus? Die vollständige Serie ist abrufbar unter: http://berlin.mfa.gov.il/mfm/Data/194141.pdf

Auf dem ehemaligen Firmengelände der Ofenbauer von Auschwitz „Topf & Söhne“ (Erfurt, Sorbenweg 7) ist am 27. Januar 2011, dem 66. Jahrestag nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz- Birkenau, ein Erinnerungsort eröffnet worden (http://www.topfundsoehne.de). „Hier verbindet sich ein Stück deutscher Industriegeschichte mit dem Massenmord an Millionen Juden, Polen, Sinti und Roma und sowjetischen Kriegsgefangenen“, sagte Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU). Die Firma „Topf & Söhne“ hatte die zivile Krematoriumstechnik modifiziert und „Verbrennungsöfen für den Dauerbetrieb“ gebaut und installiert.

Seit 1990 widmet sich der Förderverein musica reanimata e. V. der Wiederentdeckung und Verbreitung von den Nationalsozialisten verfolgter Komponisten und ihrer Werke. Um die wiedergefundenen Werke an die Öffentlichkeit zu bringen, veranstaltet der aus Musikwissenschaftlern, Musikern und Publizisten bestehende Verein Gesprächskonzerte („Verfolgung und Wiederentdeckung“) in Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk und dem Konzerthaus Berlin sowie wissenschaftliche Konferenzen. Forschungsergebnisse werden in der Schriftenreihe „Verdrängte Musik. NS-verfolgte Komponisten und ihre Werke“ und in der Zeitschrift „mr-Mitteilungen“ veröffentlicht. Weitere Informationen unter: http://www.musica-reanimata.de/

Israels Ministerpräsident Benyamin Netanyahu hat Papst Benedikt XVI. gedankt, dass er im zweiten Band seines Buches „Jesus von Nazareth“ die Juden von dem Vorwurf der Verantwortung für den Tod Jesu freispricht: „Ich begrüße es, dass Sie in Ihrem neuesten Buch entschieden einen falschen Vorwurf zurückweisen, der für viele Jahrhunderte eine Grundlage des Hasses auf das jüdische Volk gewesen ist. Meine innigste Hoffnung geht dahin, dass Ihre Klarheit und Courage die Beziehungen zwischen Juden und Christen auf der ganzen Welt festigen und dazu beitragen wird, Frieden und Aussöhnung für die zukünftigen Generationen zu fördern. Ich freue mich darauf, Sie bald wieder zu sehen und Ihnen persönlich meine tiefe Wertschätzung auszudrücken.“

Die Jewish Agency for Israel (JAFI) hat seit dem 9. Januar 2011 eine neue Vertretung in Hamburg. In den vom Auswandererhilfswerk Ebenezer Hilfsfonds Deutschland e. V. zur Verfügung gestellten Räumen wurde einst durch die Firma Tesch und Stabenow u. a. das Giftgas Zyklon B an die Vernichtungslager Auschwitz und Majdanek vermarktet. Nathan Sharansky, Vorsitzender der Jewish Agency for Israel, sagte in seiner Videobotschaft: „Es schließt sich ein Kreis, dass an dem Ort, von dem einst die Tötung des Volkes Zions ausging, heute ein Ort ist, der Zion zum Segen wird.“ Die Jewish Agency for Israel und der Ebenezer Hilfsfonds (www.ebenezer-deutschland.de) arbeiten gemeinsam im „Pilotprojekt Hamburg“, um die Alijah (Einwanderung der Juden nach Israel) aus Deutschland zu fördern.

In Skopje, der Hauptstadt Mazedoniens, wurde ein jüdisches Holocaust Gedenkzentrum eröffnet. 1941 besetzte die deutsche Armee Skopje und die Provinz Mazedonien. Im März 1942 wurden 7215 Juden (vgl. Encyclopaedia Judaica) in das Vernichtungslager Treblinka deportiert und ermordet. Drei Urnen mit Asche aus Treblinka erinnern an die Ermordeten. Moshe Ya’alon, Israels stellvertretender Ministerpräsident, erinnerte in seiner Dankesrede bei der Einweihung am 10. März 2011, dass der Holocaust nicht mit den Konzentrationslagern begann, sondern mit den antisemitischen Hassreden auf der Straße. Das sollte dem Westen eine Lehre sein, modernen antisemitischen Drohungen entschlossen entgegenzutreten.



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