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Gertrud Luckner
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Notizen Jahrgang 16 / 2009 Heft 3

Da die am 5. Februar 2008 von Papst Benedikt XVI. veröffentlichte Neufassung der Karfreitagsfürbitte für die Juden in „manchen Kreisen“ als Aufforderung zur „Judenmission“ verstanden wurde, hat der „Gesprächskreis Juden und Christen“ beim Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) am 2. April 2009 in der Neuen Synagoge in Berlin die Erklärung „Nein zur Judenmission – Ja zum Dialog“ abgegeben. Die Erklärung bekräftigt, Gott hat Seinen Bund mit dem jüdischen Volk weder gekündigt noch sein „Ja“ zum Volk Israel zurückgenommen. Der Bund Gottes mit dem Volk Israel bleibt ein gültiger Heilsweg – auch ohne Anerkennung Jesu Christi als Messias. Vorgestellt wurde die Erklärung von Landesrabbiner Jonah Sievers, Prof. Hanspeter Heinz, Vorsitzender des Gesprächskreises, und Hans Joachim Meyer, Präsident des ZdK.

In Venezuela breitet sich eine „präzedenzlose Welle des Antisemitismus“ aus. In der venezolanischen Hauptstadt Caracas wurde am 30.01.2009 in einer Synagoge der Toraschrein gewaltsam aufgebrochen und liturgische Gegenstände geschändet. Im Februar warfen Unbekannte Sprengstoff in ein jüdisches Gemeindezentrum. Vorausgegangen war die Ausweisung des israelischen Botschafters und die Beendigung der diplomatischen Beziehungen mit dem Staat Israel, den der Präsident von Venezuela, Hugo Chavéz, mit Bezug auf die israelische Militäroperation in Gaza als „Genozidstaat“ bezeichnet. Die jüdische Gemeinde Venezuelas ist eine der ältesten Gemeinden in Lateinamerika.

Das israelische Tourismusministerium hat im Vorfeld des Besuchs von Papst Benedikt XVI. im Mai d. J. in Galiläa einen 65 Kilometer langen Jesus-Pfad beschildert. Die pittoreske Route führt von Nazaret über Sepphoris, Cana, den Berg Arbel, Tabgha, Kapernaum, den Berg der Seligpreisungen und Tiberias bis an den Jordan. Der Pfad bietet eine einzigartige Möglichkeit, die Wirkungsstätten Jesu zu erwandern und dabei die natürliche Schönheit Galiläas zu erleben. Der Jesus- Pfad ist so angelegt, dass er in drei oder vier Tagen zu Fuß zurückgelegt werden kann. Unterkunftsmöglichkeiten verschiedenster Preislagen stehen ebenso zur Verfügung wie Busverbindungen. Informationen unter: http://jesustrail.com/about-the-trail

Das älteste Wahrzeichen Jerusalems außerhalb der Stadtmauer, die Windmühle im Jerusalemer Viertel Yemin Moshe, soll wieder in Betrieb genommen werden. Die pittoreske Touristenattraktion wurde 1857 von Sir Moses Chaim Montefiore errichtet, um die Bewohner von Mishkenot, der ersten jüdischen Wohngegend außerhalb der Altstadt, mit Mehl zu versorgen. Montefiore hatte dafür eigens Mühlenspezialisten aus London ins Land geholt. Bald darauf wurde ihr Betrieb jedoch infolge der Einführung dampfgetriebener Mühlen eingestellt. Mehr als 150 Jahre später darf bei der Neuinbetriebnahme – wegen fehlenden Windes – auch Elektrizität zum Einsatz kommen.



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