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Gertrud Luckner
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Notizen Jahrgang 13 / 2006 Heft 2

Bei Ausgrabungen in Tel Zayit in der Nähe von Aschkelon entdeckten Forscher im Juli 2005 die in Kalkstein eingeritzte Auflistung der 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets. Nach Frank Moore Cross Jr. von der Harvard University handelt es sich „um ein sehr altes, vielleicht das älteste hebräische Alphabet“. Die gefundenen Buchstaben haben zwar noch phönizischen Charakter, seien aber als frühes Hebräisch erkennbar. „Alle späteren Alphabete der antiken Welt, einschließlich des griechischen, können von diesem Vorfahren in Tel Zayit hergeleitet werden“, so Ron E. Tappy von der Theologischen Fakultät Pittsburgh. Kyle McCarter Jr. von der Johns Hopkins University ist dagegen der Ansicht, daß es sich um ein adaptiertes phönizisches Alphabet handelt. Daß es auch ein Prototyp des Hebräischen Alphabets sei, könne man allerdings nicht beweisen.

Anläßlich des 40. Jahrestags der Erklärung Nostra aetate (lat. „In unserer Zeit“) durch das II. Vatikanische Konzil veranstaltete der Verband der katholischen Religionslehrer und Religionslehrerinnen an Gymnasien (NRW) in Bad Honnef (14.-16. November 2005) eine Tagung zum Thema „Judentum“. Während bis zum Konzil weitgehend ein traditioneller christlicher Antijudaismus den Religionsunterricht bestimmte, besann sich seitdem die Religionspädagogik auf einen Neubeginn, der zu gänzlich neuen Richtlinien, Unterrichtsmaterialien und Unterrichtsformen führte. Deutlich wurde auch, vor welchen Zukunftsaufgaben der Religionsunterricht heute steht: sachgemäße Informationen zum Judentum zu vermitteln, eine theologische Begründung für die geistliche Verwandtschaft des Christentums mit dem Judentum zu liefern, jede Form des Antisemitismus zu bekämpfen und eine Haltung der Solidarität mit dem Judentum und mit Israel anzubahnen. (Werner Trutwin)

Am 11. September 2005 trat Floriane Chinsky in Brüssel als erste Rabbinerin Belgiens ihren Dienst an. Nach dem Studium der Rechtswissenschaft in Paris wandte sich Chinsky dem Rabbinatsstudium zu. Im Dezember 2004 wurde ihr am Schechter Institute for Jewish Studies die Rabbinerwürde verliehen. Zur Notwendigkeit von Rabbinerinnen sagt Chinsky: „Die Hälfte der jüdischen Bevölkerung ist weiblich. Wollen wir wirklich die Hälfte des jüdischen Volkes beiseite schieben? [...] Ich will kein einziges Mädchen verlieren, das imstande gewesen wäre, seine Bat Mizwa zu feiern.“



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